Nov 30, 2009

Kreditkündigung beim Baugeld

Kreditkündigung beim BaugeldWer für sein Baugeld einen Kredit aufgenommen hat, wird hin und wieder feststellen müssen, dass die Bank nicht oder nur unzureichend die vertraglichen Bedingungen erfüllt. Doch auch im umgekehrten Fall besitzt die Bank häufig Grund zur Klage über eine schlechte oder zumindest mangelhafte Zahlungsmoral des Kreditnehmers. Meist kommt es in Folge unbefriedigender Gespräche auf beiden Seiten irgendwann zum Wunsch, den einmal eingegangenen Vertrag zu lösen. Grundsätzlich kann ein jedes Darlehen – sei es nun im Rahmen einer Baufinanzierung oder in Bezug auf anderweitige Projekte – von beiden Seiten gekündigt werden. Eine einvernehmliche Kündigung der Immobilien Finanzierung ist aber in der Regel selten der Fall.

Dabei handelt es sich bei einer Kreditkündigung immer um eine schriftlich ausgesprochene Willenserklärung zur Auflösung des Vertragsverhältnisses. Es spielt also keine Rolle, ob es sich dabei um ein Annuitätendarlehen, ein Hypothekendarlehen, einen Schweitzer Kredit oder um irgendeine andere Kreditform handelt. Der Darlehensnehmer und auch der Darlehensgeber hat das Recht, schriftlich die Auflösung des Vertragsverhältnisses zu beantragen. Eine mündliche Kündigung eines Darlehen ist allerdings nicht rechtskräftig möglich. Die Kündigung bedarf also in jedem Fall der schriftlichen Form und sollte mittels eines eingeschriebenen Briefes bei dem jeweiligen Kreditgeber eingehen. Dabei besteht die Möglichkeit zur Kündigung regelmäßig auch dann, wenn im Vertrag kein ausdrückliches Recht zur Kündigung erwähnt ist. In diesem Fall muss die Kündigung mit einem gegenseitigen Einvernehmen zwischen Kreditgeber und Kreditnehmer einhergehen.

Dabei sind bei einer Kündigung des jeweiligen Darlehen unabhängig von dessen Art immer auch bestimmte Klauseln zu beachten. Wird die Kündigung beispielsweise während einer Phase der Zinsfestschreibung ausgesprochen und dem Wunsch nach Kündigung in dieser Zeit auch stattgegeben, kann es unter Umständen zu einer Vorfälligkeitsforderung der Bank kommen, dies allerdings nur dann, wenn der Kündigungswunsch vom Kreditnehmer geäußert wurde. Hier lässt sich das Kreditinstitut die frühzeitige Vertragskündigung unter Umständen sehr teuer bezahlen, so dass ein Wechsel zu einer anderen Bank kaum mehr rentabel ist.

Wichtig zu beachten ist aber auch, dass es rechtliche Unterschiede bei einer Vertragskündigung des Kreditvertrages gibt. Diese greifen in Anbetracht verschiedener Tatsachen. Unterschieden wird dabei vor allem danach, welche der Vertragsparteien den Vertrag kündigt. Hier unterteilt der Gesetzgeber in eine Kündigung eines Verbraucherdarlehens oder eines Nicht Verbraucherdarlehens, in die jeweilige Art des zu kündigenden Produktes, in den Vertragsbestandteile – also ob es einen festen oder variablen Zinssatz gibt bzw. gab, in die Fristbeachtung nach fristgerechter und fristloser Kündigung sowie in die Beachtung evtl. bestehender oder fehlender Rechte zur Kündigung. Werden diese Kriterien von beiden Seiten beachtet, so steht einer Kündigung meist nichts im Wege.


Jetzt Angebot anfordern  Jetzt Termin vereinbaren