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Das Haus in Portugal

Menschen, Häuser und Finanzierungen, die man nicht vergisst

Mitte 2019 meldeten sich altbekannte Kunden mit dem Wunsch, sich ein Haus in Portugal zu kaufen. Jetzt, ein Jahr später, haben sie das Haus gekauft, saniert und aufgewertet. Wir haben mit Alexander Kerschgens und seiner Frau Liliana gesprochen.

 

Ihre Frau ist ja Portugiesin, wie und wo haben Sie sich kennengelernt?

Wir haben 2002 gleichzeitig in Cosenza (Süditalien) unsere Auslandssemester begonnen. Die Austauschstudenten waren in einer kleinen familiären Gruppe sehr viel zusammen. Aus dem interkulturellen Austausch wurde schnell mehr.

 

Warum haben Sie ein Haus in Portugal gekauft? Was haben Sie mit der Immobilie vor?

Unser momentaner Lebensmittelpunkt ist im Vorallgäu, hier gehen auch unsere Kinder in den Kindergarten. Wir wollten aber auch unsere Verbindung nach Portugal festigen. Lilianas Eltern und Bruder leben in der Nähe von Porto. Es wäre sicher schön, auch als Familie hier einmal mehr als nur die Urlaube zu verbringen. Dafür haben wir jetzt eine potenzielle Basis geschaffen. Ob wir jemals fest nach Portugal ziehen, wissen wir nicht. Bis dahin nutzen wir das Haus für Urlaube und vermieten es als Urlaubsdomizil, wenn wir nicht da sind.

 

Wie unterscheidet sich der Immobilienmarkt in Portugal zu dem in Deutschland?

Die Finanzierungsmöglichkeiten sind in Portugal deutlich eingeschränkt: Höheres Eigenkapital ist notwendig und weitere Auflagen sind zu erfüllen, um eine Finanzierung zu sichern. Dazu ist das Verhältnis von Durchschnittseinkommen zu Immobilienpreisen ungünstiger. Trotzdem ist der Immobilienmarkt in Portugal sehr eng. Vor „Corona“ hatte die Wirtschaft gut angezogen, der Tourismus boomt, man hat Portugal als lohnenswertes Reiseland entdeckt und es ist nicht mehr nur der kleine Bruder von Spanien.

 

Wie haben Sie das Haus gefunden?

In einem Portal im Internet. Bei einem Urlaub bei Lilianas Eltern haben wir einige Häuser angesehen. Die ersten Immobilien kamen nicht in Frage, dann hat uns dieses Gesamtpaket aber überzeugt.

Was ist der Unterschied zum klassischen deutschen Einfamilienhäuschen

Größe und Bauweise. Bei über 350m² Wohnfläche und über 3000m² Grundstücksfläche kann man fast schon nicht mehr von einem „Häuschen“ sprechen. Der Garten hatte einen Pool, den wir noch modernisiert haben, außerdem wird er auch zum Obst- und Gemüseanbau genutzt. Eine Dame aus der Nachbarschaft kümmert sich darum. Neben Zitrusfrüchten wachsen bei uns Oliven, Kaki, Maracujas oder Physalis. Das Haus selbst ist aus Naturstein gebaut, in der Küche ist eine große Feuerstelle. Es hat einfach einen unglaublichen Charme!

 

Sie besitzen bereits eine Immobilie in Deutschland. Wie unterscheidet sich der Ablauf beim Kauf der Immobile (Notar, Makler, Behörden etc.) und auch die Kosten?

In Portugal gaben sich durch Experten aus der Branche im Freundeskreis vor Ort noch mal andere Möglichkeiten und Vorgehensweisen während der Preisverhandlungen. Das war für unsere deutsche Denkweise teilweise auch sehr lustig und es ergaben sich z. T. skurrile Situationen.

Auf welche Hindernisse sind Sie gestoßen?

Generell hat das meiste relativ unkompliziert geklappt, weil Liliana ja portugiesische Staatsbürgerin und Muttersprachlerin ist. Man braucht halt Zeit. Es waren Konten in Portugal für die Transfers notwendig. Dann ging auf einmal alles ganz schnell.

 

Was haben Sie bereits am Haus gemacht und wenn, wie sind Ihre Erfahrungen mit den portugiesischen Handwerkern?

Wir haben Wände und Decken ausgebessert, gestrichen und die Bäder zum Teil erneuert. Eine neue Heizungsanlage, die Solarwärme und den Wasserkreislauf der Feuerstelle in der Küche kombiniert. Einige der alten, sehr stilvollen Möbel konnten wir übernehmen, anderes haben wir neu eingerichtet. Dazu der substanzielle Umbau des Pools. Aber jetzt ist es definitiv bewohnbar und sehr gemütlich geworden.

Die meisten Erfahrungen mit Handwerkern sind positiv und durchaus vergleichbar mit Deutschland. Ein Unterschied ist vielleicht, dass es mehr Universal-Handwerker gibt, die sich an alle Gewerke trauen, als Spezialisten. Aber in Puncto Qualität der Arbeit oder Zuverlässigkeit haben wir in der Regel gute Erfahrungen gemacht.

 

Gibt es irgendeine lustige/besondere Anekdote, die Sie erzählen können?

Wir hatten das Haus gekauft und die Schlüssel bekommen, aber die Vorbesitzer lebten noch komplett in dem Haus. Als wir für die ersten Renovierungsarbeiten kamen bellte uns ein Hund an, es lagen noch Dokumente auf dem Schreibtisch, die Küche war noch voll in Gebrauch und Zahnbürsten und Rasierzeug lagen im Bad. D. h. unser Einzug konnte dann nicht mehr in dem Urlaub stattfinden.

 

Was raten Sie Leuten, die sich ebenfalls für eine Immobilie im Ausland interessieren?

Man sollte schon einen Bezug zum Land haben, am besten ist eine Person oder Familie des Vertrauens vor Ort. So ein Geschäft ausschließlich über Internet und Telefon abzuschließen halte ich für schwierig, es hilft, wenn z. B. der Bruder vor Ort ist, der mal schnell was klären oder erledigen kann. Außerdem ist ein gutes Verständnis für Sprache und Mentalität essentiell. Gerade im Bezug auf Bürokratie ist es schon enorm wichtig, sehr unterschiedliche Vorgänge richtig einschätzen zu können.

 

Casa da Guarda de Fora

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