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Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen

Die Wohngeschichte von Familie Dociu

Susanna und Mike Dociu aus Hamburg haben sich den Wohn(t)raum erfüllt und eine alte Windmühle gekauft. Zusammen mit ihrem 9-jährigen Sohn sind sie dafür aus der Großstadt Hamburg auf die nordfriesische Halbinsel Nordstrand gezogen. Vor allem wollten sie eins: Lebenszeit gewinnen und entschleunigen.

Wir haben sie dazu interviewt:

Wie sind Sie auf die Idee gekommen eine alte Mühle zu kaufen?

Das war keine spontane Entscheidung. Vielmehr war es ein Prozess – wobei der Wunsch nach Veränderung unser Antrieb war.

Die Gastronomie interessiert uns schon lange. Kochen und Backen sind unsere großen Hobbies. In Hamburg hatten wir bereits eine kleine Probierküche und haben es schon immer geliebt, Gastgeber zu sein.

Deshalb haben wir uns zunächst in Hamburg verschiedene Immobilien angeschaut, sind aber immer wieder in dunklen Ladenpassagen gelandet oder besichtigten winzige Läden an vierspurig befahrenen Hauptstraßen. Auch die Klientel spielte für uns eine große Rolle. In der Großstadt sind viele Menschen gestresst, ihnen fehlt die Zeit zu genießen. Wir wollten jedoch ein familiäres und ruhiges Ambiente für unsere Kunden schaffen.

So entschieden wir uns – wenn schon eine berufliche Veränderung stattfinden soll – dann auch eine räumliche. Und zwar dorthin, wo es uns schon immer gezogen hat: An die Nordsee.

Wir fingen an, uns gezielt im Internet und jeweils vor Ort Immobilien anzuschauen und haben die Engelmühle gefunden und …. sie uns. Es war Liebe auf den ersten Blick! (lacht)


Drei Worte die Ihre Immobilie beschreiben? Historisch, imposant, Zeitzeuge

Welcher Ort in der Mühle ist ihr Lieblingsort und wieso?

Die Gasträume: Sie sind nach der ersten Renovierungsphase unserer Ansicht nach richtig gemütlich geworden. Bei der Gestaltung legten wir Wert darauf, alte Möbelstücke aufzufrischen und historische Funde wie alte Kacheln oder historische Bäckerutensilien als Dekoration zu integrieren.

So bleibt die Seele der Mühle mit ihrer ursprünglichen Bestimmung erhalten, aber das Ambiente ist durch Farbe, neue Gardinen, freundliche Tischwäsche und aufgepolsterte Möbel insgesamt frisch und einladend geworden.


War es schwer für Sie Hamburg zu verlassen?

Hamburg ist eine schöne Stadt. Eine Heimat, in der wir uns auch lange wohl gefühlt haben. Aber wir finden, alles im Leben hat seine Zeit. Vor allem wollten wir keine Trennung mehr zwischen Arbeitszeit und Freizeit, sondern vielmehr Lebenszeit gewinnen. Danach streben wir heute. Wir haben beide in Großkonzernen gearbeitet, Mike hatte einen täglichen Arbeitsweg von knapp 3 Stunden. In unseren Jobs konnten wir kaum unserer Kreativität freien Lauf lassen. Deshalb entschlossen wir uns dafür, unsere Zeit sinnvoller zu nutzen.

Natürlich werden wir immer gern an die Jahre in Hamburg zurückdenken, an schöne Erlebnisse und Lieblingsorte. Aber nun sind wir froh, auf Nordstrand an der Nordsee leben zu dürfen und sind sehr dankbar dafür.

Vermissen Sie das Großstadt-Leben?

Wir stellten beide fest, dass wir die vermeintlichen Vorzüge einer Großstadt nicht mehr nutzten. So liegen unsere letzten Konzert- oder Theaterbesuche Jahre zurück. Auch das Interesse, abends feiern oder tanzen zu gehen war nicht mehr da. Vielmehr haben wir in unserer Freizeit die Ruhe und Natur in Hamburg gesucht.

Das Leben auf Nordstrand ist für uns überschaubarer. Wir haben uns für unseren Sohn ein ruhigeres Umfeld gewünscht. Nun genießen wir Weite, Wetter, Wolken und Watt. Nirgends kann man besser „entschleunigen“ als am Abend mit einem kleinen Picknick am Strand die Sonne untergehen zu sehen. Die Himmelsfarben sind einmalig und kein Sonnenuntergang gleicht dem anderen. Es ist ein wahres Spektakel.


Wie stellen Sie sich Ihre weitere Zukunft in der Mühle vor?

Unser Ziel ist es, viele Gäste zu begeistern, die zu Stammgästen werden und uns aufgrund der besten und schönsten Backwaren in Norddeutschland besuchen und weiterempfehlen.

Nachdem wir nun personell mit Julie Jelinski, unserer Konditormeisterin, und Malte Werner, unserem Bäckermeister, in der Backstube sehr gut aufgestellt sind, möchten wir unser Sortiment insofern erweitern, als dass wir künftig auch Motivtorten ins Sortiment aufnehmen und an eigenen Brotkreationen arbeiten. Aktuell ist das Mühlenrad „in aller Munde“, vor allem die Eigenkreation unseres Bäckermeisters, aus 100% Roggen, ein „ehrliches“ Sauerteigbrot mit toller Kruste in Form eines Mühlenrades.



Die Mühle existiert ja bereits seit vielen Jahren und es haben auch einige Veranstaltungen dort stattgefunden. Haben Sie Traditionen oder Veranstaltungen von Ihrem Vorgänger übernommen?

Ja und das auch sehr gerne! Von den Nordstrandern sind wir so herzlich aufgenommen worden und möchten natürlich auch gewisse Traditionen fortführen. Zum Beispiel wird jedes Jahr am ersten Mai der Maibaum an der Engelmühle aufgestellt. Zu diesem Anlass kommen die Gäste weit über Nordstrands Grenzen hinaus. Der Shanty Chor „Die Fideelen Nordstrander“ tritt auf und eröffnet wird das Ganze von der Bürgermeisterin Frau Ruth Hartwig-Kruse.

Auch am jährlich stattfindenden Deutschen Mühlentag nehmen wir sehr gerne teil. Dabei sollen die Aufmerksamkeit und das Interesse der Öffentlichkeit auf diese technischen Denkmäler gerichtet werden, deren Geschichte über 2000 Jahre zurückreicht.

Mit alten Seemannsliedern und regionalen Tortenspezialitäten wie der „Pharisäertorte“ oder der „Friesentorte“ haben wir die typische Stimmung an der deutschen Nordseeküste gut widerspiegeln können.

…und nach 800 Besuchern hatten wir dann auch aufgehört zu zählen (lacht)



Und zum Schluss?

Wir möchten Herrn Voß, der KVS und dem Baugeld Spezialisten Team herzlich dafür danken, dass wir unseren Traum erfüllen konnten. Mit Mitte 40 noch einmal komplett neu anzufangen war sicherlich kein leichter Schritt, aber wir sind sehr froh darüber ihn gemacht zu haben und dabei solch eine tolle Unterstützung bekommen zu haben.



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