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Nachhaltiges Bauen

Von Amara Schweisgut
Bild von Victor Garcia

Nachhaltiges Bauen

Nachhaltigkeit – ein Thema, das schon in den vergangenen Jahren zunehmend an Relevanz gewonnen hat und aufgrund der Corona-Krise einen noch größeren Zuspruch erlangt. In diesem Artikel wollen wir zeigen, wie Nachhaltigkeit auch beim Bau des eigenen Wohn(t)raums umgesetzt werden kann.

Ursprünglich stammt der Begriff “Nachhaltigkeit” aus der Forstwirtschaft und hatte seinen Anfang in der Baubranche in den 1980er-Jahren. Seit 2002 besteht die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie. Diese umfasst verschiedene Maßnahmen wie beispielsweise Gütesiegel für nachhaltiges Bauen. Inzwischen ist der Begriff Nachhaltigkeit nicht nur deutschlandweit, sondern auch international in der Branche fest verankert.

Grundsätzlich kann man nachhaltiges Bauen in fünf Themenbereiche untergliedern. Allen voran steht eine umweltschonende und energieeffiziente Planung. Hierzu gehört die Berücksichtigung des Standorts, die Nutzung der Fläche, der Energiebedarf und die Wahl an Baustoffen. Es soll darauf geachtet werden, dass sowohl der Prozess des Bauens von Beginn an, als auch das Endprodukt so nachhaltig wie möglich gestaltet wird. Die Planung beinhaltet eine hohe Flächeneffizienz, wiederverwendbare, nachwachsende Bausubstanzen und Materialien ohne Schadstoffe. Die Reduzierung des Trinkwasserverbrauchs soll durch Nutzung von Regen- und Grauwasser erreicht werden.

Damit einher geht die Wirtschaftlichkeit und Langlebigkeit des Baus. Wichtig dafür zu wissen ist, dass die Kosten für Einrichtung und Sanierung eines Gebäudes – im Vergleich zu den Betriebskosten – den kleineren Teil der Ausgaben über die gesamte Lebensdauer ausmachen. Deshalb liegen die Schwerpunkte in diesem Bereich auf Lebenszykluskosten, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Das bedeutet weiter, dass die Erstellung eines Gebäudes unter Kostengesichtspunkten anhand von Optimierungen läuft, um Risiken und Betriebskosten im Lebenszyklus niedrig zu halten. Dazu gehört der Einsatz von Baustoffen und – teilen, die langlebig und gut instand zu halten sind und eine gewisse Flexibilität für verschiedene Nutzungsmöglichkeiten bieten.

Damit Gebäude lange und gut genutzt werden können, liegt das Wohlbefinden der Nutzer von Beginn an im Fokus. Zu den wichtigsten gesellschaftlichen Entwicklungen gehört die Gesundheit, deshalb finden der demographische Wandel, Inklusion und die Belastung der Arbeitswelt ihre Berücksichtigung im nachhaltigen Bauen. So soll ein geplantes Gebäude eine möglichst optimale Umgebung bieten. Grundlagen des Projekts sind darum Schallschutz, Raumakustik, Innenraumluft, Belichtung, thermischer Komfort und Barrierefreiheit.

Dauerhaft funktionierende Lösungen zu ermitteln ist der Grundgedanke des nachhaltigen Bauens. Deswegen werden keine bestimmten technischen Lösungen präferiert, sondern unterschiedliche Systeme im Vergleich getestet. Für jede Baumaßnahme wird mit einem ganzheitlichen Planungsansatz die optimale Umsetzung entwickelt. Das hat zur Folge, dass bei Gebäuden oftmals auf hohen Technikeinsatz verzichtet wird, da sonst eine zu große Systemkomplexität entsteht. Bevorzugt werden robuste Lösungen, die eine höhere Dauerhaftigkeit von Bauprodukten ermöglicht. Um technische Qualität zu gewährleisten, gilt es stets Lowtech und Hightech abzuwägen, denn weder das eine noch das andere ist gänzlich nachhaltig. Leitbild in diesem Kontext ist die Einfachheit der Lösung: Was brauchen wir wirklich und was ist genug zur Deckung des Baubedarfs?

Zuletzt gilt es geeignete Bauweisen zu finden und die richtigen Materialien auszuwählen, damit die nachhaltige Konstruktion des Gebäudes garantiert werden kann. So sollen im Gebäudebetrieb vorab schon denkbare Risiken wie beispielsweise Klimaveränderungen bedacht und frühzeitig umgangen werden.

Wie man sieht, sind die Gestaltungsmöglichkeiten für nachhaltige Gebäude fast unbegrenzt und Nutzeranforderungen können mit einer Vielfalt an Möglichkeiten umgesetzt werden. Zudem können mit einer vorausschauenden Planung nicht nur langfristig Geld und Ressourcen gespart, sondern auch der Umwelt ein Gefallen getan werden.

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