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NEWS Sanierung mit Köpfchen: Planen, sparen, nutzen

von Hendrik Groß, Fotos von Dan Meyers & Jason Bass

Eine gekaufte Bestandsimmobilie, der Neubau oder das in die Jahre gekommene Eigenheim erfordern regelmäßig Aufmerksamkeit. Immobilienbesitzer tun deshalb gut daran, sich finanziell vorzubereiten, um die erforderlichen Modernisierungs- und Sanierungsarbeiten bezahlen zu können. Was eine Sanierung kostet, mit welchen zeitlichen Abständen üblicherweise Investitionen zum Werterhalt anstehen und was die wesentlichen Maßnahmen sind ist jetzt Thema.

Das Wichtigste Vorweg: Kredite zur Sanierung sind zu fairen Konditionen zu haben

Investitionen in die eigene Immobilie kommen immer wieder vor und deshalb sollten Immobilienbesitzer generell ein Auge auf das aktuelle Zinsniveau haben. Falls in den nächsten 24 bis 36 Monaten eine größere Ausgabe ansteht, könnte der Abschluss eines Forward-Kredits schon heute in Betracht gezogen werden. Mit Blick auf das voraussichtlich langsam ansteigende Zinsniveau ist diese Kunstgriff bares Geld wert. Wer aktuell Finanzierungsbedarf hat kann sich über Sanierungskredite informieren und einen passenden direkt online abschließen. Ein solcher Kredit ist zweckgebunden und darf tatsächlich nur zu Sanierungszwecken ausgegeben werden. Online ist ebenfalls nachlesbar, welche Arbeiten davon bezahlt werden dürfen. Unter anderem gehören diese dazu

– Wärmedämmung
– neue Heizung
– neue Fenster und Türen
– Verbesserung des Energieeffizienzstandards

Bei einer Sanierung geht es also nicht um Schönheitsreparaturen, die sie zum Beispiel getätigt werden, um die Wohnung für den Nachwuchs optimal vorzubereiten oder ein eigenes Büro einzurichten. Es geht vielmehr um handfeste Investitionen in die Immobilie, die ihren Gesamtwert langfristig beeinflussen. Oder anders gesagt: Werden Sanierungsmaßnahmen aufgeschoben oder unterlassen, droht ein Wertverlust der Immobilie.

Was kostet eine Sanierung? Ein Überblick über die Hauptpositionen

Bevor das erste Handwerksunternehmen tätig wird, müssen Immobilienbesitzer abschätzen, wie hoch die Kosten voraussichtlich werden. In der Regel fällt das einem Laien schwer. Um aber den nötigen Finanzbedarf im Vorfeld möglichst präzise einzugrenzen ist es zwingend erforderlich, sich zu informieren. Nur so lässt sich vermeiden, zu viel Geld für eine Bauleistung auszugeben. Abgesehen davon handelt es sich bei dieser Größe um den Wert,  über den die Gesamtfinanzierung aufgestellt werden muss.

Um sich über die anstehenden zu erwartenden Kosten zu informieren hilft es, sich beispielsweise mit dem Verband privater Bauherren (VPB) oder dem Bundesverband deutscher Bausachverständiger (BBALUSV) in Verbindung zu setzen. Immobilienbesitzer können Sachverständige für ein Vorabgutachten beauftragen und sich darüber informieren lassen, welche Sanierung nötig ist und wann diese sinnvollerweise einzuplanen ist. Wenn einmal ein Ablaufplan konkretisiert ist lassen sich die notwendigen Investitionen finanziell einplanen. Immobilienbesitzer wissen dann, welches Sanierung zuerst ansteht und wie teuer diese voraussichtlich werden wird. Ein allgemeiner Überblick soll helfen, die Sanierungshäufigkeit und die Kosten grob einzuschätzen.

Um ein Haus zu sanieren kann es manchmal ratsam sein, Geld in eine Solaranlage oder in einen Wintergarten zu stecken. Solaranlagen verursachen Kosten zwischen 5000 und 20.000 Euro, Wintergärten starten ab ungefähr 5000 Euro und können bis zu 30.000 Euro kosten.

Anhand der obigen Tabelle lässt sich ein langfristiger Plan aufstellen, der mit  den absehbaren Investitionskosten versehen einen Leitfaden ergibt, der bei der dazugehörigen langfristigen Finanzplanung hilft.

Die wesentlichen Sanierungsaufgaben

Da die unvermeidlichen Investitionskosten früher oder später auf jeden Immobilienbesitzer zukommen, ist eine vorausschauende Planung wichtig. Denn wer weiß, was sich hinter den einzelnen Sanierungs- und Renovierungskosten verbirgt und wann diese anstehen kann sich darauf entsprechend vorbereiten.

Das Dach zuerst

Ein Dach behütet buchstäblich eine Immobilie. Es ist das Schutzschild zwischen dem Wetter und dem Wohnraum. Es hält den äußeren Einflüssen stand und lässt Wärme nicht nach außen dringen – zumindest sollten diese beiden Funktionen erfüllt werden. Wenn eine der beiden Funktionen nicht mehr erfüllt wird, dann steht eine Dachsanierung an. Ungefähr alle 35 Jahre braucht ein Haus ein neues Dach. Eine neue Dämmung hingegen hält ungefähr 25 Jahre. Berechnungen zeigen, dass fachmännisch gedämmte Dächer die investierten Kosten in Abhängigkeit von der Ausgangssituation nach 5 bis 10 Jahren durch die eingesparten Heizkosten amortisieren. Tipp: Stehen Dacharbeiten an, sollten die Fachleute einen Blick auf den Dachstuhl werfen. Falls es morsche Bereiche gibt, müssen diese mitsaniert werden.

Fassade, Fenster und Türen: die Bausubstanz erhalten

Eine energetische Sanierung umfasst in der Regel Fassaden, Fenster und Haustüren. Ist die Bausubstanz in einem guten Zustand, lässt sich eine ordentliche Energiebilanz erreichen. Der Energieausweis gibt Auskunft über die energetischen Werte eines Hauses. Falls Immobilienbesitzer ihr Eigenheim verkaufen wollen oder aber Mieter ins Haus nehmen, brauchen sie diesen Energieausweis. Im Zuge einer Sanierung der Bausubstanz wird diese in Sachen Energieeffizienz auf den neuesten Stand gebracht. Neue Fenster, neue Haus- und Nebentüren und die Dämmung der Fassade stehen auf dem Plan. Natürlich ist an einer Fassade die regelmäßige Pflege nötig, um sie langfristig in Ordnung zu halten. Fassadenputz erneuern und Anstrich sorgen für den dauerhaften Werterhalt.

Elektrik, Heizung, Wasserrohre: Die Versorgung der Immobilie

Investitionen in die Bereiche Elektrik, Heizung und Wasserrohre sind keine einmalige Sache, sondern wiederholen sich. Der Turnus ist mit 15 bis 25 Jahren ungefähr gleich. Die Qualität bestimmt über den Wohnwert und den Komfort, den Bewohner empfinden und realisieren können. Gerade im Zuge der smarten Technik, die sich allerorts niederschlägt, müssen die zugrundeliegenden haustechnischen Einrichtungen adaptierbar sein. Längst ist die Belastung des Stromnetzes höher, als es noch vor 20 oder 30 Jahren war. Auch die Ansprüche an die Heizung haben sich geändert und um smarte Komponenten nutzen zu können, braucht es die richtigen Versorgungstechniken.

Fazit: Sanierungskosten planen und eigene Zukunft sichern

Die Instandhaltung einer Immobilie ist eine dauerhafte Aufgabe. Wer bei den wesentlichen Investitionen nicht genug Geld in die Hand nimmt, mindert den Wert seiner Immobilie. Wird ein Haus aber permanent gepflegt, bleibt die Immobilie preisstabil und erreicht später einen guten Verkaufspreis. Wird einem Immobilie als Bestandteil der Altersvorsorge betrachtet, sind die Investitionen in Sanierungsmaßnahmen umso wichtiger.

Beratungstermin Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Beratungsgespräch. Wir finden die richtige Baufinanzierung für Sie.