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Was darf in den Hausflur
und was nicht?

Text von Amara Schweisgut
Bild von Jeff Sheldon

Was darf in den Hausflur und was nicht?

 

Die meisten Bewohner von Mehrfamilienhäusern kennen vollgestellte Hausflure. Egal ob Fahrrad, Rollator, Kinderwagen oder Müllsäcke. Vielerorts zieren Dinge Wohnungseingänge, die da doch eigentlich gar nicht hingehören. Damit für keine Beteiligten Nachteile entstehen gibt es gesetzliche Vorgaben, die ein harmonisches Zusammenleben zwischen den verschiedenen Hausbewohnern ermöglichen sollen.

An vorderster Stelle steht der Brandschutz. Die von den Bundesländern erlassenen Bauordnungen halten fest, wie ein Treppenhaus aussehen muss, um im Notfall schnellstmögliches Handeln zu garantieren. Nicht nur für Hausbewohner, um rasch fliehen zu können, sondern auch für die Feuerwehr. Dementsprechend gilt im Hausflur, wie auch in allen weiteren Gemeinschaftsflächen der Mietparteien, Flucht- und Rettungswege freizuhalten, damit im schlimmsten Fall Lösch- und Rettungsarbeiten nicht behindert werden.

Welche genauen Regelungen für alle Mietparteien gelten, steht entweder im Mietvertrag oder in der Hausordnung. Die Einhaltung besagter Regeln können nicht nur Vermieter, sondern auch die Mieter untereinander fordern. Jedoch ist zu prüfen, ob die Verbote auch tatsächlich rechtens sind. Ein Verbot, welches nämlich keinerlei Ausnahmen zulässt, stellt eine Benachteiligung für die Bewohner dar und ist damit nicht zulässig. Da sich in vielen Fällen keine optimale Lösung für alle Beteiligten finden lässt, entscheiden oft Gerichte über das weitere Vorgehen. Die daraus resultierenden Urteile, gelten aber weder für andere Mieter und Vermieter, noch sind sie für folgende Rechtsprechungen bindend.

Die Vorschriften sind von Mietshaus zu Mietshaus unterschiedlich und sollten bei Problemen in Mietvertrag und Hausordnung nachgelesen werden. Die gängigsten Grundregeln haben wir dennoch einmal zusammengefasst: Für Kinderwagen, Rollstühle und Rollatoren gilt, wenn genug Platz vorhanden ist, dürfen diese Im Treppenhaus abgestellt werden. Zu beachten ist, dass diese dort bewegt werden können, um im Notfall Rettungswege frei zu machen.  Schuhe haben im Hausflur nichts zu suchen, haben Gerichte geurteilt. Gleiches gilt für Schuhschränke und andere Möbelstücke, wenn diese die Nachbarn behindern. Auch Müll hat vor Wohnungstüren nichts zu suchen und darf dort nur kurz gelagert werden.  Ein Verbot für Fahrräder im Treppenhaus ist dann zulässig, wenn eine alternative Abstellmöglichkeit zur Verfügung steht.

Wer sich dauerhaft gegen die Einhaltung der Ge- und Verbote aus Mietvertrag und Hausordnung entscheidet, muss mit Konsequenzen rechnen. Der Vermieter hat dann die Möglichkeit den Mieter abzumahnen und eine Frist, zur Beseitigung der Gegenstände im Flur, zu setzen. Wenn der Bewohner dem nicht nachgeht und eine andauernde Behinderung in der Nutzung des Treppenhauses entsteht, ist der Vermieter berechtigt dem Bewohner den Mietvertrag zu kündigen.

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