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NEWS Welche Förderung passt zu mir?

von Holger Schmidt

Deutschland ist immer noch ein Land mit starkem Mieteranteil. In den letzten Jahren hat der Anteil von Eigentümer zugelegt. Dank niedriger Zinsen haben sich Haushalte nicht nehmen lassen, zu Eigentümern zu werden. Inzwischen sind die Preise so stark gestiegen, dass viele Interessenten sich nicht mehr allein auf den Bankkredit verlassen wollen.

Gesucht werden finanzielle Hilfen. Förderprogramme haben Hochkonjunktur. Gerade die KfW-Programme sind ein wichtiger Aspekt. Unterschätzt wird mitunter, dass es Hilfen noch von ganz anderer Seite gibt. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle kann ebenfalls finanziell unter die Arme greifen. Um sich richtig zu entscheiden, ist eine genaue Analyse – am besten mit einem Berater – der eigenen Situation wichtig.

Ich möchte eine Immobilie erwerben

Wohneigentum hat in den zurückliegenden Jahren einen Boom erlebt. Hauptgrund sind niedrige Zinsen für Baufinanzierungen. Banken reichen hierüber die niedrigen EZB-Zinsen weiter – wenn auch nur indirekt. Wie genau Leitzinspolitik über die Pfandbriefrenditen mit den Bauzinsen zusammenhängen, spielt für die Betrachtung der Förderung selbst keine Rolle. Welche Register lassen sich bei der Förderung ziehen, wenn der Immobilienkauf/Neubau im Mittelpunkt stehen?

Generell sind hierfür verschiedene Ansätze denkbar, die sich teil zu einem Finanzierungskonzept kombinieren lassen. Viele angehende Eigentümer denken oft sofort an die Finanzierungshilfen der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau). In der Praxis bieten sich aber noch andere Optionen, etwa:

1. Landesaufbaubanken
2. Altersvorsorgeförderung
3. BAFA-Förderung
4. Stiftungsförderung.

KfW-Förderung für Eigentümer

Seitens der KfW werden verschiedene Programme für Erwerber von Wohneigentum/Bauherren angeboten. Zu den wichtigen Förderungen gehören:

– Wohneigentumsprogramm (Nr. 124)
– Energieeffizient Bauen (Nr. 153)

Mit beiden lässt sich der Weg ins Eigenheim ebnen. Wichtig: Programm 153 beschränkt sich nicht nur auf den Bau einer Immobilie. Die Förderung kann auch für den Kauf einer Immobilie eingesetzt werden.

Gerade dieses Programm bietet einen besonderen Anreiz: Eigentümer können – wenn festgelegte Standards bei der Energieeffizienz eingehalten werden – Zuschüsse realisieren. Diese belaufen sich auf bis zu 15.000 Euro. Insgesamt beläuft sich die Förderungshöchstsumme in diesem Programm auf 100.000 Euro.

Altersvorsorge – Wohn-Riester

Eine Förderung, die etwas Planung erfordert ist die Verwendung der geförderten Altersvorsorge fürs Eigenheim. Die Riester-Rente kann seit einigen Jahren dafür eingesetzt werden, Guthaben für den Kauf/Bau einer Immobilie anzusparen. Alternativ besteht die Möglichkeit, Geld aus der Riester-Rente auch für die Tilgung einzusetzen. Angehende Eigentümer müssen sich aber intensiv mit den Rahmenbedingungen für Wohn-Riester auseinandersetzen.

BAFA-Förderung

Dass das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ebenfalls in die Förderung energetischer Maßnahmen eingebunden ist, wissen nicht alle Eigentümer. Gefördert wird das energieeffiziente Heizen. Generell ist vor dem Erwerb einer Immobilie bzw. dem Neubau zu prüfen, inwiefern die Anlage den Förderrichtlinien entspricht. Sollte eine Förderung an dieser Stelle noch nicht machbar sein, kann eventuell zu einem späteren Zeitpunkt bei einer Sanierung darüber nachgedacht werden.

Ich möchte mein Haus sanieren

Eigentümer, die seit einigen Jahrzehnten in ihrer Immobilie wohnen, denken über Sanierungen und Modernisierungen nach. Ab einem gewissen Lebensalter geht es nicht mehr nur um die Frage nach Energieeffizienz. Auch das Thema Barrierefreiheit steht mit auf der Agenda.

Grundsätzlich bieten KfW und einzelne Bundesländer finanziellen Hilfen. Dies betrifft sowohl Maßnahmen aus dem Bereich Barrierefreiheit als auch die Energieeffizienz. Ähnlich dem Neubau hat die KfW verschiedene Programme aufgelegt, um energetische Sanierungen zu fördern. Hierzu zählen unter anderem die Programme 151 und 167. Letzteres ist ein Ergänzungskredit zur Heizungsumstellung. Wer hier auf nachhaltige Lösungen wie Wärmepumpentechnologie setzt, kann mit vergünstigten Darlehen rechnen. Mittlerweile hat die Wärmepumpe bei Neubauten die anderen Arten der Heizung übrigens schon als wichtigste Heizungstechnologie abgelöst. Hier besteht die Wahl zwischen Varianten wie Luft-Wasser, Luft-Luft, Sole-Wasser und Grundwasser. Im Einzelfall ist immer zu betrachten, welche der Lösungen am besten passt.

Wer sich als Eigentümer ganz gezielt auf die Erzeugung von Strom und/oder Wärme fokussiert, erhält über das Kreditprogramm 270 finanzielle Unterstützung seitens der KfW. Neben den reinen Kreditprogrammen bietet die KfW über Ergänzungsprogramme auch Zuschüsse. Parallel zur Energieeffizienz wird bei der KfW auch Barrierefreiheit gefördert – über Kredit Nr. 159.

Unterstützung auf Landesebene

Auf die Frage nach Förderbanken kommt bei vielen KfW „wie aus der Pistole“ geschossen. Eigentümer, welche sich ausschließlich hierauf konzentrieren, lassen interessante Möglichkeiten liegen. Es macht sich durchaus bezahlt, andere Förderprogramme zu prüfen. BAFA-Hilfen können auch für Sanierungen in Anspruch genommen. Oft bieten Landesbanken zudem Unterstützung beim Erreichen der Barrierefreiheit. So hat beispielsweise die SAB in der Vergangenheit den Abbau von Barrieren im Wohnraum gefördert.

Achtung: Um die Förderungen nicht zu verspielen, sollte immer mit einem Berater zusammengearbeitet werden. Ganz wichtig ist dies etwa bei den energetischen Sanierungen. Hier sollte ein Energieberater immer mit von der Partie sein.

Wir möchten als Familie ein Haus bauen oder kaufen

Prinzipiell kommen hier alle bereits genannten Förderungen in Frage. Besonders bei Familien mit mehreren Kindern kann sich das Thema Wohn-Riester – über die Kinderzuschläge bis 300 Euro pro Jahr und Kind – rechnen. Aber auch die anderen KfW-Programme und Förderungen behalten an Gewicht.

Hinzu kommt eine weitere wichtige Möglichkeit – das sogenannte Baukindergeld. Hierbei handelt es sich um ein sehr junges Förderprogramm, welches sich an Familien richtet. Was ist das Baukindergeld genau? Es handelt sich hierbei um einen Zuschuss der KfW, welchen Familien mit Kindern nutzen können, die ab Januar 2018 Kaufvertrag unterschrieben oder Baugenehmigung erhalten haben.

Pro Kind winken 12.000 Euro – verteilt auf 10 Jahre. Bei einer fünfköpfigen Familie kommen also 36.000 Euro zusammen. Zu beachten sind immer die Einkommensgrenzen für das Baukindergeld.

Fazit: Für viele Situationen eine Förderung

Wohneigentum ist nach wie vor interessant. Statt sich in einer Spirale steigender Mieten wiederzufinden, setzen heute auch Familien mit Kindern und gutverdienende Singles auf Wohnung und Eigenheim. Wie das Projekt Eigenheim fördern lassen? Gerade KfW und Landesbanken bieten inzwischen verschiedene Lösungen an, um angehenden Eigentümern unter die Arme zu greifen. Geld gibt es aber nicht nur für den Erwerb oder Neubau. Auch wer energetisch saniert oder auf Barrierefreiheit hinarbeitet, kann Förderungen in Anspruch nehmen. Hilfen gibt es heute für ganz unterschiedliche Situationen.

Beratungstermin Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Beratungsgespräch. Wir finden die richtige Baufinanzierung für Sie.