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Wir klären 5 Mietirrtümer auf

Von Amara Schweisgut
Bild von Alexandra Gorn

Wir klären 5 Mietirrtümer auf

1. Der Vermieter darf einen Zweitschlüssel für die Wohnung behalten

Dies entspricht nicht der Wahrheit. Weder der Vermieter, noch der Hausmeister oder die Hausverwaltung dürfen, ohne das Wissen des Mieters, einen Zweitschlüssel besitzen. Somit muss sich der Mieter zu keiner Zeit sorgen, dass unerwarteter Besuch in der Wohnung steht. Andersherum sollte der Mieter dem Vermieter mitteilen, wenn er einen Ersatzschlüssel an andere Personen ausgehändigt hat, z.B. an Familienangehörige oder Nachbarn. Denn sollte bei einem Notfall keiner in der Wohnung sein, kann sich so der Vermieter schneller Zutritt verschaffen.

 

2. Haustierverbot

Der Besitz von Haustieren ist grundsätzlich erlaubt. Der Bundesgerichtshof hat im Frühjahr 2013 entschieden, dass ein generelles Verbot für die Haltung von Haustieren im Mietvertrag unzulässig ist. Hat der Vermieter jedoch Gründe, die gegen Haustiere sprechen, ist ein Haustierverbot möglich.

 

3. Renovierung der Wohnung beim Auszug

Ob die Beseitigung von kleinen Mängeln durch den Mieter beim Auszug wirklich erfolgen muss, hängt von mehreren Aspekten ab. Gerichte haben nämlich etliche Klauseln des Mietvertrags in Bezug auf Schönheitsreparaturen für nichtig erklärt, da sie den Mieter unangemessen benachteiligen. Bevor man also Hand anlegt, sollte man den Vertrag noch einmal gründlich prüfen und gegebenenfalls einen Anwalt zu Rate ziehen.

 

4. Der Partner des Mieters darf jederzeit mit einziehen

Das ist leider falsch. Der Mieter muss den Vermieter zuvor um Erlaubnis fragen, bevor Partner, Freunde oder auch Fremde mit in die Wohnung aufnommen werden. Dies ist auch im BGB §540 geregelt “Der Mieter ist ohne die Erlaubnis des Vermieters nicht berechtigt, den Gebrauch des Mietsache einem Dritten zu überlassen, insbesondere sie weiter zu vermieten”. Wenn es sich jedoch um den Ehepartner oder das eigene Kind handelt, dürfen diese ohne eingeholte Erlaubnis mit einziehen, da sie nicht als “Dritte” im Sinne dieser Vorschrift gelten. Hier wäre es ausreichend den Vermieter davon in Kenntnis zu setzen.

 

5. Bei Nichtzahlung der Miete fliegt man aus der Wohnung

Das ist nicht ganz richtig. Eine fristlose Kündigung ist nur dann zulässig, wenn der Mieter zwei aufeinanderfolgende Mieten nicht zahlt oder mit einem erheblichen Anteil im Rückstand ist. Dennoch kann der Vermieter den Mieter nicht einfach auf die Straße setzen – auch wenn er mit der Nichtzahlung der Miete die Kündigung herausfordert. Des Weiteren kann der Vermieter hier auch ordentlich kündigen, muss sich aber die jeweilige Kündigungsfrist halten.

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