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AR, VR & ganzheitliche Experiences

Text von Sonja Steppan, Bilder von Insung Yoon, Lucrezia Carnelos Imuwe und Paul Bence

AR, VR & ganzheitliche Experiences

Welche Bereiche, Branchen und Berufe werden maßgeblich von AR und VR betroffen sein?

Zunächst eine kurze Begriffserklärung für alle, die die Unterschiede kompliziert finden: Grundsätzlich transformiert sowohl Augmented Reality (kurz AR) als auch Virtual Reality (Abkürzung: VR) die Realität, wie Sie sie kennen. Die Ansätze sind insofern unterschiedlich, als dass die AR in der echten Realität bleibt, wohingegen VR eine ganz neue schafft.

Wenn Ihnen dabei sofort das Paradebeispiel Pokémon Go einfällt, liegen Sie damit nicht allzu falsch. Auch wenn der Hype um die virtuellen Fantasiewesen, die vom  Softwareunternehmen Niantic als Sammelfiguren entwickelt wurden, relativ schnell abgeklungen ist. Doch der heutige Schwerpunkt von Augmented-Reality-Anwendungen liegt deutlich weniger im Entertainment-Bereich. In Ihrem Alltag tauchen AR & VR mittlerweile häufiger auf, als Sie vielleicht denken würden – ob bei IKEA, Fernsehsendern und im Umweltaktivismus.

VR heisst Eintauchen in eine andere Welt

Wofür wird Augmented Reality hauptsächlich eingesetzt?

Hier werden in der Einsetzung der Kreativität eigentlich keine Grenzen gesetzt – denn das Erweitern der tatsächlichen Realität um weitere Inhalte kann an reale Objekte gebunden werden. Die Ausstattung ist denkbar simpel. Mithilfe Ihres aktuellen Smartphones oder Ihres Tablets mit integrierter Kamera können Sie über eine jeweilige App Informationen, Videos oder visuelle Reize einbinden.

Das kann beispielsweise auf Ihren Reisen absolut sinnvoll sein: Sie stehen möglicherweise vor dem Schiefen Turm von Pisa, an einer Pyramide oder im Wiener Kunsthistorischen Museum vor einem Gemälde Breughels – und ein digitaler Reiseführer erkennt, was Sie sehen, nur um es mit praktischen Hintergrundinfos zu versehen.

Dieselbe Funktion haben in etwa auch die futuristisch anmutenden Google Glasses, die ebenjene Informationen auf einem winzigen Prisma darstellt.

Bis dato ist die Brille zwar in Deutschland noch nicht erhältlich, konnte jedoch zumindest in der „Explorer-Edition“ importiert oder einigermaßen teuer gemietet werden.

Welche Möglichkeiten bietet VR?

Virtual Reality klinkt sich komplett aus der realen Welt aus. Diese Realität ist ausschließlich künstlich erstellt und kann zwar vorhandene Gegenstände oder Situationen simulieren, ist aber nicht echt. Zum Einsatz kommt VR schätzungsweise genauso häufig in völlig fiktiven Szenarien, als auch in Repräsentationen der Wirklichkeit – beispielsweise finden sie in der Konzertbranche eine sehr beliebte Anwendung.

Der Artikel „Entertainment in der Zukunft“ beleuchtet hier besondere Funktionen im Musik-, Film- oder Clubbing-Bereich, in der Sie virtuelle Konzerte, Parties und Fußballspiele erleben können.

Welche Technik steckt dahinter?

Technisch betrachtet fußt VR auf derselben Methode, die für Filmdreharbeiten oder Videospiele zur Verfügung steht. Mithilfe 3D-Modellierungsprogrammen können nahtlos und denkbar authentisch Objekte, Körper und Szenen erstellt werden. Freilich ist diese Methode nicht so einfach über ein Handy umzusetzen. Zudem geht es oft um immense Datenmengen, die von Brillen wie Oculus Rift mit einem PC berechnet werden können. Oculus Go versucht hier eine mobile Alternative zu sein, die aber trotzdem noch recht kostspielig ist. Als bisher günstigste Methode hat sich das „Google Cardboard“ erwiesen: Sie können eine VR-Brille aus Pappe nachbauen und mit Ihrem Smartphone verbinden.

Von Gaming über Psychotherapie hin zur Innenarchitektur: AR/VR bieten immense Möglichkeiten.

Wie können AR und VR optimal genutzt werden?

In vielen alltäglichen Branchen spielt beides bereits eine essentielle Rolle, zum Beispiel bei Ihrem Autohersteller. Der Konzern VW nutzt VR-Technologie beispielsweise für Schulungen und Mitarbeiter-Meetings. Überraschung: Dies ist keine luxuriöse Anschaffung, sondern soll sogar Kosten sparen. „[VR] bringt einige Vorteile mit sich, denn neben einer enormen Kostenersparnis für lange Reisewege zum Treffen der Mitarbeiter, erhoffen sich die Verantwortlichen eine Effizienzsteigerung.“

Sie planen eine neue Wohnungseinrichtung? Dann kommen Sie bei IKEA mit AR in Berührung. Beim schwedischen Möbelgiganten gibt es mittlerweile die Option, durch eigens entwickelte AR Möbel ins heimische Wohnzimmer zu holen. „Furniture is correctly sized down to the millimetre and you can walk right up and get a close up look at fabrics and colours“, beschreibt der hausinterne Leader of Digital Transformation, Michael Valdsgaard.

Falls Sie Psychotherapie in Anspruch nehmen, könnte VR auch in Ihrer mentalen Gesundheit vorkommen: Ein äußerst spannendes Feld stellt die Psychologie dar, wie für den Therapeuten Felix Eschenburg, der eine VR-Brille für Verhaltenstherapie nutzt. „Der Einstieg mit VR erleichtert weitere Konfrontationen im Therapieverlauf“, erklärt er, fügt allerdings hinzu: „Es gibt in der Therapie einen Grundsatz: Dem Patienten darf auf keinen Fall Schaden zugefügt werden. Ich sehe bei VR schon ein Schadenspotenzial, die Technologie sollte mit Bedacht eingesetzt werden.“

Eine weitere spannende Alltagsanwendung betrifft weitere Bereichen der Medizin, wie etwa Pflegeberufe. Dort wird die Technologie bereits verwendet, um Pflegepersonal in einem virtuellen Krankenhaus auszubilden, was didaktisch besonders spannend und praxisnah ist.

Falls Nachhaltigkeit, soziale Projekte und Umweltschutz für Sie ein Thema ist, könnte Sie auch diese Agentur inspirieren: Herrlich breit aufgestellt ist das Kollektiv 4Experience, das mithilfe virtueller Lösungsansätze verschiedene Strategien für Umweltprobleme oder globale Firmen entwickelt. Dieses „VR & AR development“ macht beispielsweise Sicherheitstrainings für Minen-Experten möglich, schafft Nachbildungen zerstörter Wälder zu ökologischen Zwecken oder visualisiert Alltagssituationen für Ärzte ohne Grenzen. Ein Klick durch’s Portfolio könnte Ihren Horizont erweitern!

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