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Ein spontaner Glückskauf

Interview von Amara Schweisgut
Bilder von IG: hygge_by_kate

Ein spontaner Glückskauf

Ich bin Kate und wohne mit meinen Mann, meiner Tochter (3 Jahre) und meinem Sohn (1 Jahr) in einem Stadtteil von Stuttgart in einer Erdgeschoss-Neubauwohnung mit Terrasse und kleiner Gartenoase. Unsere Wohnung ist mit Terrasse 150 qm groß, beherbergt alles auf einer Ebene und wir haben sie 2017 recht spontan im Internet gefunden und direkt gekauft. Eigentlich waren wir schon kurz vorm Notartermin mit einem anderen Objekt, doch diese Wohnung hat sehr kurzfristig alles geändert. Zum Glück!

 

WAS IST DAS BESONDERE AN EURER WOHNUNG?

Vor dieser Wohnung bewohnten wir unsere kleine feine 70 qm Altbauwohnung im Stuttgarter Westen, wo das Leben pulsiert. Dort waren wir auch sehr glücklich, doch mit dem ersten Kind wurde es etwas zu eng und da wir ein 2. Kind planten, habe ich angefangen, intensiv nach einer Nachfolgerwohnung zu suchen. Wir wollten unbedingt in der Stadt bleiben. Wer den Immobilienmarkt kennt, weiß, dass da nicht viel in mein Postfach flatterte, was uns gefallen hätte, wir uns hätten leisten können und das nicht wie fast alle Objekte einige Kompromisse erfordert hätte. Das Besondere an unserer Wohnung war, dass sie quasi gar nicht existierte. Geplant war ein Haus mit sechs Einheiten, auf jeder Etage je eine 2- und 3-Zimmerwohnung. Wir haben also zwei Wohnungen im Erdgeschoss zusammengelegt und gemeinsam mit den Architekten des Bauträgers einen Grundriss für unsere Wohnung gestaltet. Ich bin ein absoluter Einrichtungs- und Innenarchitekturfreak (ohne Ausbildung, aber mit viel Herzblut) und das war für mich das Projekt meines Lebens! Ein Traum, der in Erfüllung ging. Ich konnte einfach (sofern baulich möglich) unseren ganz persönlichen Grundriss planen und all unsere Bedürfnisse einfließen lassen.

WAS WAR EUCH BESONDERS WICHTIG AN EUREM GRUNDRISS?

Oh, ich hatte da so einige Vorstellungen… Und auch jetzt würde es für mich NATÜRLICH noch größer und großzügiger gehen, denn wir haben „nur“ knapp über 130 qm Wohnfläche verteilt auf drei Schlafzimmer, zwei Flure, zwei Bäder und einen großen Wohn-/ Essbereich. Sehr wichtig war mir persönlich immer, dass die Schlafräume etwas abgeschottet vom Aufenthaltsbereich sind, damit man auch gut Besuch haben kann, wenn die Kids schlafen. Das ist bei uns der Fall, da wir einen U-förmigen Grundriss haben und vom Wohn-/ Essbereich nochmals ein separater Bereich mit Schlafzimmern und kleinerem Bad abgeht. Auch wichtig war mir eine große Küche mit Küchenblock! Diesen Traum haben wir uns hier endlich erfüllen können. Ein großes Masterbad war uns ebenfalls ein Herzenswunsch, da wir zuvor ein nur 1,5 qm Ensuite-Bad hatten! Hierfür haben wir ein Kinderzimmer „geopfert“. Unser Masterbad befindet sich am anderen Ende des Schlafbereiches, direkt am Wohnungseingang, und ich liebe es so! Dort kann ich abends einfach mein Ding machen, laut sein, ausgiebig duschen etc., ohne auf irgendwen achten zu müssen. Ich wollte außerdem niemals einen Garten haben, da ich eher faul veranlagt bin. Hier haben wir aber den perfekten Kompromiss. Wir haben eine große Terrasse von 40 qm und einen kleinen feinen Garten dazu von ca. 50 qm. Das erspart uns die (zu) viele Gartenarbeit, aber eröffnet uns eine tolle Oase, die im Sommer zu unserem 2. Wohnzimmer wird.

 

HYGGE. WAS BEDEUTET FÜR DICH DIESER EINRICHTUNGSSTIL UND WIE GEHST DU BEI DEINER EINRICHTUNG DANACH VOR?

Hygge steht ja bekanntlich für geborgene Wärme, menschliche Herzlichkeit, ein Lebensgefühl, bei dem man zulässt, die guten Seiten und Dinge des Lebens zu genießen. Für mich bedeutet das, dass es absolut legitim ist, all sein Geld in Interior zu investieren 🙂 Spaß beiseite… Ich liebe den nordischen Stil und strebe auch nach Minimalismus, aber er muss mit den schönen Dingen des Lebens kombiniert sein. Meine Einrichtung darf nicht zu kühl und nackt sein, ich mag es gemütlich, warm und optisch ansprechend. Ich bin der Typ Mensch, der seine Augen ständig durch den Raum schweifen lässt und die schönen Anblicke in sich aufsaugt. Bei der Gestaltung achte ich auf Einheitlichkeit, Bündigkeit, Farbverbundenheit, das Auge soll zwar schweifen und entdecken, aber dabei auch Ruhe finden. Es darf also nicht zu unruhig sein, das ist mir persönlich sehr wichtig und ist für mich stets das Leitmotiv bei der Gestaltung der Räume. Gleichzeitig achte ich darauf, dass jeder Wohnbereich Wärme und Geborgenheit spenden kann, dazu zählen verschiedene Stoffe wie Felle, Leinen, Wolle, Teppiche und insbesondere schöne Lichtquellen.

WORAUF LEGST DU IN DEINEN EIGENEN VIER WÄNDEN BESONDERS VIEL WERT?

Oh je, ich bin zum Leidwesen meiner armen Familie ein absoluter Ordnungsfanatiker. 🙂 Mein Einrichtungsstil macht dies natürlich auch erforderlich, denn eine unordentliche Wohnung kann für mich niemals Ruhe und Geborgenheit ausstrahlen. Das bedeutet für mich im Einzelnen, dass ich sehr viel Zeit in die Konzeption unserer Verstauungsmöglichkeiten zu Hause investiert habe und bei der Auswahl der Möbel auf geschlossene Fronten und einheitliche Optik geachtet habe. Für mich darf nichts offen rumstehen und sichtbar sein, alles muss seinen Platz haben. Wenn man zwei Kleinkinder hat, ist es wichtig, auch mal locker lassen zu können. Die verwüsten bekanntlich natürlich auch mal die Räume… Wenn man dann aber ein gutes System hat, ist im Handumdrehen aufgeräumt und die gewünschte Optik wiederhergestellt. Was ich auch (fast) täglich tue, ist optimieren! Zum Beispiel prüfe ich im Sinne des Minimalismus regelmäßig all unsere Räume darauf, wie ich diese weiter „verschlanken“ kann, also welche Objekte verschwinden könnten. Für mich ist es ein gutes nachhaltiges Gefühl, weniger zu haben bzw. das, was man noch hat, auch wirklich zu wollen und zu brauchen.

 

HAST DU EINEN LIEBLINGSPLATZ, WENN JA. WELCHER IST DAS?

Ja, definitiv. Ich sitze immer in der Ecke unserer L-förmigen Couch, strecke abends die Beine darauf aus, nehme meine kuschelige Wolldecke, genieße den Anblick meiner Deko links neben mir auf dem Regal und chille mit TV oder Handy mit meinem Mann. Und da ich mittlerweile genötigter Frühaufsteher bin, gibt es noch einen Lieblingsplatz: Meine Lounge-Bank draußen auf der Terrasse – hierhin setze ich mich meist früh morgens kuschelnd mit meinem Babyboy und lausche den ersten Vögeln und beobachte, wie die Sonne hochsteigt und ihre ersten Strahlen unseren Garten erreichen (wenn sie sich denn mal blicken lässt). Hat auch was! Auch wenn ich definitiv lieber länger im Bett bleiben würde!

 

WOHER NIMMST DU DEINE INSPIRATION FÜR DIE EINRICHTUNG?

Hauptsächlich von Instagram und natürlich auch mal Pinterest oder simples Googeln, wenn ich selbst wieder mal einen Geistesblitz habe (was leider oft vorkommt…). Ich habe mittlerweile eine kleine feine Community auf IG und liebe den Austausch und die Anregungen und Impulse, die man erhält. Ich entstamme beruflich selbst dem Marketing und gebe zu, dass für mich auch die Werbeschalten großer nordischer Onlineshops immer wieder Inspiration (oder Verführung) sind!

 

"Meine Einrichtung darf nicht zu kühl und nackt sein, ich mag es gemütlich und warm."

"Wir haben eine große Terrasse von 40 qm, die für uns im Sommer zum 2. Wohnzimmer wird."

WELCHE DEKORATIONS- UND EINRICHTUNGSTIPPS KANNST DU MIT UNSEREN LESERN TEILEN?

Oh je, das in kurzen Worten sinnvoll zu umreißen wird schwierig. Also ich gehe davon aus, dass die meisten nicht eine komplett leere Wohnung mit einem unbeschränkten Budget neu einrichten können werden. Für mich hat daher oberste Priorität, sich für einige (meist leider teurere) Klassiker zu entscheiden und diese mit schönen, günstigeren Dekoobjekten zu kombinieren. Wenn man über die Zeit erstmal einen guten Stock aufgebaut hat, dann ist Umdekorieren die Devise! Wer gerne gestaltet und verändert wie ich, der braucht natürlich Abwechslung – die nicht immer kosten muss, wenn man eine professionelle Dekoschubserei betreibt. 🙂 Ansonsten empfehle ich das Besinnen auf wenige wichtige Objekte, das Verräumen und Verstecken von Chaos, ruhige Oberflächen und Farbkombinationen und in Summe einfach nicht zu viele Dinge auf engem Raum – meist ist weniger einfach so viel mehr!

 

HYGGE, TREND ODER EINE PASSION?

Für mich definitiv eine große Leidenschaft, die niemals enden wird. Hygge kann man ja individuell unterschiedlich interpretieren und umsetzen, zwischen Minimalismus und üppig dekoriertem Zuhause ist ja vieles Hygge. Innerhalb dieses Lebensgefühls gibt es natürlich auch immer Trends. Viele Einrichtungen – so auch meine – befinden sich ständig im Flow, werden immer mal wieder feinjustiert oder angepasst. Ein Zuhause ist eine endlose Reise, auf die man sich begibt, die niemals stagniert und sich auch mal neu erfinden kann. Unabhängig vom Einrichten sollte jeder dem Grundgedanken von Hygge gerne sein Herz öffnen, denn ich glaube, dass man damit deutlich gesünder, positiver und schlichtweg glücklicher leben kann.

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