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Ein Zuhause mal anders

Von Amara Schweisgut
Bilder von IG: myhomeismyhorst.de

Ein Zuhause mal anders

 

Hallo, mein Name ist Julia Ballmaier und ich lebe zusammen mit meinen vier Männern – mein Mann und meinen drei Söhnen – in einem knapp 500 Jahre alten Haus in der Mitte Deutschlands. Es ist das Elternhaus meines Mannes und seid 170 Jahren in Familienbesitz. Vor 13 Jahren haben wir die zweite Etage und den Dachboden renoviert und seit 12 Jahren leben wir dort.

 

EINRICHTEN, DESIGNEN UND DEKORIEREN GEHÖREN ZU DEINEN GRÖSSTEN LEIDENSCHAFTEN. WANN HAST DU ANGEFANGEN DIESE ZUM BERUF ZU MACHEN?

Seit ich als Jugendliche mein Zimmer in regelmäßigen Abständen neu gestrichen und umgestaltet habe, liebe ich es. Bis ich Anfang 40 war, habe ich mich immer nur für Freunde oder mein eigenes Zuhause damit ausgetobt. Dann habe ich begonnen, auf meinem Blog “my home is my horst” darüber zu berichten und das erste Mal der Öffentlichkeit gezeigt, was ich tue. Damit bin ich sehr schnell den ersten Wohnmagazinen aufgefallen, die Homestorys in Printmedien gebracht haben. Ein Immobilienbesitzer gab mir daraufhin das erste Jobangebot, seine 28 Apartments mit ihm umzubauen und zu möblieren, um diese dann zu vermieten. Den Job hab ich angenommen und sogar ein Buch darüber geschrieben. Seitdem bekomme ich so viele Anfragen zu Wohnberatungen, dass ich längst nicht mehr alle annehmen kann.

WAS IST DIR BEIM EINRICHTEN EINES NEUEN ZIMMERS AM WICHTIGSTEN?

Das man sich darin sehr wohlfühlt und schon beim Betreten in eine angenehme Stimmung zu geraten, dass es persönlich und individuell ist und nicht langweilig oder wie aus einem Museum. Es darf darin gelebt werden und es soll auch humorvoll sein.

 

DU RICHTEST NICHT NUR GERNE DEIN EIGENES HEIM EIN SONDERN HILFST AUCH ANDEREN DABEI. WAS MACHST DU LIEBER?

Das eigene Zuhause ist natürlich einfacher einzurichten, da muss ich mich nicht groß mit anderen absprechen und es ist über die Jahre gewachsen und hat sich verändert. Ich weiß, wie die Sonne rein scheint und die Wände mit dieser oder jener Farbe wirken und welche Wand krumm und schief ist und wo der Boden quietscht. Bei anderen macht es auch Spaß, vor allem wenn ich freie Hand habe und es vorher nicht so schön aussah. Dann spornt mich das richtig an, einen tollen Vorher-/Nachher-Effekt zu erzielen und es den Menschen, die dort leben, so richtig hübsch zu machen. Das macht mich dann auch glücklich.

 

WO HOLST DU DIR DIE INSPIRATION FÜR NEUE D.I.Y.-PROJEKTE HER UND WELCHES HAT DIR BISHER AM BESTEN GEFALLEN?

Ich bin unheimlich gerne unterwegs in anderen Städten oder Ländern und gehe dort mit offenen Augen umher. Danach sprudelt alles nur so aus mir heraus. Gerne bin ich in den Niederlanden. Dort ist man wesentlich mutiger und unkonventioneller. Auch wenn sich dann hier vieles aufgrund von Bauvorschriften nicht umsetzen lässt, so ist das eine riesige Inspirationsquelle, über den deutschen Tellerrand hinauszuschauen.

Mein liebstes D.I.Y.-Projekt war ein altes Telefon mit Wählscheibe, dass ich als Blumentopf umfunktioniert habe. Es ist einfach toll, Dinge nicht wegzuwerfen, sondern ihnen eine neue Bestimmung geben zu können.

"Wenn unsere Kinder von einem Besuch bei Freunden wieder kamen, meinten sie: Da war alles so weiß und langweilig"

"Es ist einfach toll, Dinge nicht wegzuwerfen, sondern ihnen eine neue Bestimmung geben zu können."

WIE WÜRDEN DEINE KINDER EUER ZUHAUSE BESCHREIBEN?

Meine Kinder würden sagen: Ganz normal hier – schließlich kennen sie es nicht anders und nehmen das als normal wahr. Es gab natürlich auch schon verwunderte Blicke, wenn sie zum Besuch von Freunden wieder kamen und meinten: Da war alles so weiß und langweilig 😉

 

BEI EUCH GIBT ES SICHERLICH ZU VIELEN EURER MÖBELSTÜCKEN EINE BESONDERE GESCHICHTE. WELCHE IST DEINE LIEBSTE?

Der alte Medizinschrank im Bad stammt aus einem Männerkloster. Mein Mann hat vor Jahren mal für die Bäckerei seines Vaters früh morgens Brötchen ausgefahren und kam an besagtem Männerkloster vorbei, an dem ein Sperrmüllhaufen lag. Dort befand sich der über 100 Jahre alte Arztspint, den er mir dann zum Frühstück mit nach Hause brachte und der seit dem in unserem Bad die Handtücher beherbergt.

 

ÜBER WELCHE VERÄNDERUNG IN EURER WOHNUNG FREUST DU DICH BIS HEUTE IMMER MAL WIEDER?

Auf jeden Fall regelmäßig neu zu streichen und zu tapezieren. Nichts verändert einen Raum und damit das Ambiente so einfach und schnell wie Tapete oder Wandfarbe.

GIBT ES EINE ECKE IN DER WOHNUNG DIE DIR BESONDERS AM HERZEN LIEGT?

Der Flur ist mit der Schaukel natürlich sehr cool und vielseitig. Hier kann alles stattfinden und das tut es auch. Vom Aufbauen der Eisenbahn bis zum Zusammenlegen der Wäsche und manchmal hin zum gemeinsamen Essen – hier tobt das Leben. Neuerdings steht unter der Treppe das alte Sofa, hier kann man prima lesen.

 

WO VERBRINGST DU AM LIEBSTEN EIN PAAR RUHIGE MOMENTE?

Im rosa Sessel oder im Bett – ganz klar. Es vergeht kein Tag ohne ein paar Seiten in einem spannenden Buch und je nachdem wie müde ich schon bin, sitze ich im Sessel oder spätestens zum Schlafen und davor noch einige Zeilen im Bett.

 

WAS MACHT EUER HEIM FÜR EUCH ZUM ULTIMATIVEN WOHLFÜHLORT?

Dass es uns entspricht: Es ist ungewöhnlich, etwas schrullig, seltsam, aber lustig und es beherbergt die Dinge, die wir lieben und schön finden. Es gehört uns und das ist vermutlich das, was ebenfalls dazu beiträgt, sich dort zu Hause zu fühlen.

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