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Eine Wohngeschichte über Freundschaft und Vertrauen Wenn Kuba zur zweiten Heimat wird

von Elisabeth Wiesler

Weißer Sandstrand, Palmen und ein Meer aus Tabakfeldern – und mittendrin Ingrid und Hans aus dem kleinen Ort Fischerhäuser, im Norden von München. Kuba ist zwar der Traum vieler Urlauber, aber nicht der typische Ort für ein Ferienhaus. Wir haben sie zum Interview getroffen.

Seit mehr als sieben Jahren haben die beiden schon das Haus auf Kuba, besser gesagt in Matanzas – rund 40 Kilometer östlich von Varadero.

 

Eli: Doch wie kamt ihr überhaupt auf Kuba?

Hans: „Als damals der Tsunami auf Thailand traf, hatten wir eigentlich ein Hotel auf Khao Lak gebucht, welches jedoch komplett zerstört wurde. Als wir dann nach Alternativen gesucht haben, sind wir kurzerhand zum Flughafen gefahren und haben uns die Flüge angeschaut. Bei Varadero sind wir irgendwie hängen geblieben. Und im Hotel haben wir einen der Angestellten besser kennengelernt und uns richtig angefreundet und von dem Zeitpunkt an gab es nur noch Kuba für uns.“

Hans: „Vor acht Jahren ca. hat eine der Familien ein Kind bekommen und uns gefragt ob wir Taufpaten werden. Das ist, glaube ich der einzige Hans auf ganz Kuba!“ (lacht)

Seitdem fliegen die beiden zweimal im Jahr nach Varadero und verbringen dort viel Zeit mit ihren Freunden und Bekannten. Eigentlich sollte es auch dieses Jahr wieder nach Kuba gehen – doch Hans und Ingrid hatten Glück im Unglück. Zwei Tage bevor es im März losgehen sollte, wurde Hans aufgrund von Rückenproblemen für flugunfähig erklärt – kurz vor dem weltweiten Lockdown. Doch so richtig froh sind beide nicht, denn das Fernweh ist groß.

 

Ingrid: „Wir würden gleich wieder hinfliegen, wenn wir könnten, aber gerade lässt es die Situation nicht zu. Wir sind viel in Kontakt mit unseren Freunden dort und es bricht uns das Herz, dass es ihnen so schlecht geht und wir nichts tun können.“

Hans: „Uns geht es hauptsächlich darum niemand anzustecken. Nicht, dass wir hinfliegen und gar nicht wissen, dass wir von der zweiten Welle erwischt wurden. Das könnten wir uns nicht verzeihen.“

Eli: Und wie kamt ihr zu dem Haus?

Ingrid: „Da habe ich eigentlich ziemlich gedrängelt, weil wir zu dem Zeitpunkt so oft hingeflogen sind und für 3 Wochen die Hotelkosten einfach zu teuer wurden. Und nach fünf oder sechs Jahren, nach dem wir dort schon total in der Familie integriert waren, haben wir beschlossen uns etwas Eigenes zu suchen. Unser Freund Michael hat uns dann auf das Haus gebracht, welches ziemlich renovierungsbedürftig war. Aber wir haben uns dennoch dafür entschieden – obwohl ich das Ausmaß der Arbeiten ziemlich unterschätzt hatte.“

Für die Renovierungsarbeiten wurde fast alles nach Kuba geschickt, da kaum Ressourcen vorhanden waren.

Ingrid: „Das hat zwar einige Monate gedauert, aber bis zum nächsten Besuch war letztlich fast alles fertig. Wir haben Stoffe rübergeschickt und Sanitäranlagen. Damals war das alles noch möglich und nicht so teuer wie heute.“

Eli: Doch wie ist es überhaupt möglich im kommunistischen Kuba ein Haus zu besitzen?

Ingrid: „Im Grunde gehört uns das Haus ja nicht, da es auf Michaels Namen geschrieben ist. Als Nicht-Kubaner darf man gar keinen Grund besitzen, deswegen muss man schon wahnsinniges Vertrauen haben in die Menschen – aber das haben wir zu 100%.“

Hans: „Vor zehn Jahren war seine ganze Familie bei uns und sie sind mittlerweile Teil unserer Familie geworden. Das Vertrauen ist einfach da. Wir wussten gleich, dass sie uns nie über den Tisch ziehen würden. Und seine Familie hat ebenso etwas gebraucht und uns anfangs kritisch beäugt. Aber wir sind ihnen und sie genauso uns, so ans Herz gewachsen und plötzlich war es einfach eine große Familie – wenn auch nicht ganz typisch.“

 

Wie integriert die beiden in die Familie sind, sieht man nicht nur auf den Bildern.

Ingrid: „Das ist eigentlich gar kein Urlaubsziel mehr, sondern die zweite Heimat. Wir sind dort total integriert – selbst wenn die Mentalitäten komplett verschieden sind. Es zählen ganz andere Werte. Der Mensch ist wichtig und steht an erster Stelle und das fehlt mir schon sehr – gerade jetzt!“

Eli: Wie klappt es bei euch mit der Verständigung?

Ingrid: „Wir sagen immer unsere Verständigung ist das Herz. Und es funktioniert, das gibt es gar nicht, denn wir sprechen eigentlich so gut wie kein Spanisch und sie kein Englisch. Aber irgendwie geht es immer mit Händen und Füßen. Schöner wäre es natürlich schon, wenn man sich mehr unterhalten könnte.“ Hans: „Aber lustiger ist es eigentlich so.“ (lacht)

 

Eli: Gab es auch schon mal Zweifel an der Entscheidung?

Ingrid: „Ja, wir waren schon mal kurz davor das Haus wieder zu verkaufen. Ich hatte einfach nicht bedacht wie unterschiedlich die Kulturen und Mentalitäten sind. Da sind wir schon mal ganz schön aneinandergeraten. Ob Ordnung oder Sauberkeit – sie haben einfach eine andere Vorstellung davon als wir. Aber letztlich konnten wir es dann nicht übers Herz bringen es zu verkaufen und das ist auch gut so. Und jetzt können wir es kaum noch abwarten alle wieder zu sehen!”

Vielen Dank für das Interview!

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Wenn Kuba zur zweiten Heimat wird

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