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Wer für ein Start-up die nötige Finanzierung braucht, ist heute nicht mehr nur von einem großzügigen Investor abhängig, der fest an die Geschäftsidee glaubt. Das Zauberwort? Crowdinvesting!

Text von Korbinian Gandl,
Bild von G. Barkz

Crowdinvesting (Plattformen)

Crowdfunding

Seit Jahren ist Crowdfunding eine populäre Art, Produktideen und Dienstleistungen durch die Finanzierung von vielen zu realisieren. Hier kommt es nicht darauf an, wer wieviel gibt, sondern dass viele etwas geben. Denn wie der Name sagt, konzentriert sich Crowdfunding alleine darauf, dass etwas von einer crowd, dt. eine Menschenmasse, und somit von vielen realisiert wird. Falls es zur Marktreife kommt, bekommen die privaten Geldgeber dann ein Exemplar des jeweiligen Produktes oder auch nur eine Namensnennung in der abschließenden Danksagung – je nach Höhe des finanzierten Betrags.

Für Investoren lohnt sich das Modell also eher nicht. Umso spannender ist es, dass sich im Rahmen des Start-up Booms neue Modelle entwickelt haben, die sowohl für Investoren als auch für junge Unternehmen attraktiv sind.

Crowdinvesting

Wer für sein Start-up die nötige Finanzierung braucht, ist heute nicht mehr nur von einem alleinigen Investor abhängig, der fest an die Geschäftsidee glaubt. Crowdinvesting ist das neue Finanzierungsmodell, bei dem sich viele Mikroinvestoren, mit vergleichsweise geringeren Beträgen, zusammen mit großen Investoren über das Internet an jungen Geschäftsideen und Start-ups beteiligen. Hierfür werden eigene Internetplattformen geschaffen, auf denen die Anleger in Projekte investieren können. Hier reicht es oft, dass kleine Finanzspritzen gegeben werden, da über die Masse große Summen zusammenkommen, die bei Erfolg später auch eine Rendite für die einzelnen Investoren erwirtschaften können. Der Crowdinvestment-Markt befindet sich in Deutschland seit mehreren Jahren auf Wachstumskurs. Wie aus einer Studie von Crowdinvest hervorgeht, lag alleine 2018 das Volumen erfolgreich platzierter deutscher Crowdinvestments bei 297 Millionen Euro. Ein Marktwachstum um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wobei hier im Immobiliensegment mit über 210 Millionen Euro am meisten investiert wird. An zweiter Stelle stehen Unternehmensinvestitionen mit über 80 Millionen Euro.

Plattformen – der neue Marktplatz

Laufend entstehen neue Plattformen, auf denen vor allem Dienstleistungen vermittelt werden. Uber, Whatsapp, Lieferando und viele mehr. Was sie gemeinsam haben? Jedes dieser Unternehmen gibt uns das, was wir gerade brauchen – ohne dabei eigene Autos zu besitzen, ein Telekommunikationsnetz aufgebaut zu haben oder Restaurants zu betreiben. Plattformen beeinflussen Industrien, sogar ganze Sparten und stellen jede klassische Salespipeline in Frage. Auch für Crowdinvesting gibt es Internetplattformen, die als Vermittler zwischen Unternehmen und Mikroinvestoren fungieren. Einen guten Überblick über vertrauenswürdige Plattformen in Deutschland gibt das Crowdfunding-Informationsportal crowdfunding.de. Mittlerweile haben sich verschiedene Anbieter auf dem deutschen Markt etabliert. Wer investieren will, der sollte sich vorher überlegen, in welchem Segment – denn für jedes gibt es die passende Investment-Plattform. Für Immobilien Investments ist zum Beispiel die Plattform EXPORO attraktiv. Hier kann jeder bereits ab 500 € direkt in interessante Immobilienprojekte investieren. Für das gezielte Investment in Start-ups sind die Plattformen Companisto oder Seedmatch bekannte Anbieter. Ein spannendes Segment im Mikroinvestment ist außerdem Crowdinvesting in nachhaltige Energieprojekte. So kann man über Bettervest in grüne Energieprojekte investieren und später an Einsparungen beteiligt werden.

Motivation und Rendite

Das Schöne an Crowdinvesting ist, dass man mit kleinen Investitionen bereits viel erreichen kann. So können mit Ihrer Hilfe junge Start-ups wachsen und visionäre und nachhaltige Ideen entstehen – gleichzeitig kann man Rendite erwirtschaften. Dabei ist Kapitalwachstum nicht für alle Segmente die Hauptmotivation für Investitionen. Wie aus einer Studie der Non-Profit Organisation Energy4Impact hervorgeht, sei für den Großteil der Investoren von Energieprojekten in Afrika und Asien die Hauptmotivation die Übereinstimmung des Projekts mit ihren persönlichen Werten und die soziale und ökologische Wirkung. Crowdinvesting sorgt also nicht nur für mehr Rendite, sondern ganz nebenbei auch noch für eine bessere Welt.

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