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Was ist ein KfW-Effizienzhaus und welche Anforderungen werden gestellt?

von Martin Amberg, Foto von Federica Giusti

Energieeffizientes Bauen: Das sind die Förderungen und Anforderungen

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) möchte das Erreichen der energiepolitischen Ziele der Bundesregierung unterstützen, indem sie für Neubauvorhaben von KfW-Effizienzhäusern mit einem niedrigen Energieverbrauch und Kohlendioxid-Ausstoß zinsgünstige Darlehen an die künftigen Immobilienbesitzer ausgibt.

Bauherren können hier bei ihrem Neubau Energiekosten sparen, den Wert der Immobilie steigern und von Fördergeldern profitieren.

Neben eigenen Bauvorhaben wird ebenfalls der Ersterwerb von neu errichteten Wohngebäuden oder Eigentumswohnungen durch die KfW gefördert.

Entsteht durch die Erweiterung bestehender Gebäude oder der Ausbau von vormals nicht beheizten Räumen eine neue Wohneinheit, so sind auch diese Baumaßnahmen förderfähig.

Bei einem KfW-Effizienzhaus gibt es verschiedene Stufen der Förderung. Bei einem Neubau fördert die KfW die Effizienzhäuser 40 Plus, 40 und 55. Je kleiner die Kennzahl, desto geringer der Energiebedarf und desto höher die Förderung. Entscheidend für die Einordnung ist die energetische Qualität der Immobilie. Die Einwertung erfolgt hier durch einen entsprechenden Energieberater, Referenzgrößen sind der Primärenergiebedarf und der Transmissionswärmeverlust.

 

 

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) hat für beide Größen entsprechende Höchstwerte definiert. Ein Effizienzhaus 100 entspricht zum Beispiel der Vorgaben der EnEV. Das Effizienzhaus 55 benötigt nur 55 % der Energie des Referenzgebäudes, ein Effizienzhaus 40 sogar nur 40 %. Um den Standard eines Effizienzhauses 40 Plus zu erreichen, werden weitere Geräte und Anlagen, z.B. zur Stromerzeugung oder Lüftung, benötigt.

Energieeffizientes Bauen erfordert ein komplexes Fachwissen. Deshalb empfiehlt es sich einen qualifizierten Experten für die Energieberatung zu suchen und diesen in die Planung des Neubaus einzubeziehen. Nur durch einen solchen Energieberater ist sichergestellt, dass die KfW das Vorhaben auch fördert.

Einen Experten in der Nähe findet man unter www.energie-effizienz-experten.de

Fachleute die in dieser Expertenliste aufgenommen werden, müssen bestimmte Anforderungen erfüllen. Zum einen müssen sie bestimmte Qualifikationen aufweisen um in dieser Liste aufgeführt zu werden, außerdem müssen die Experten an regelmäßigen Fortbildungen teilnehmen um weiterhin gelistet zu werden. Es werden Praxisnachweise und stichprobenartige Überprüfungen der Leistungen durchgeführt um hier sicherzustellen, dass für die Kunden keine Qualitätsmängel bei dem Bau des Eigenheims auftreten.

Fördermöglichkeiten

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet verschiedene Laufzeiten eines Annuitätendarlehens, sowie ein endfälliges Darlehen an. Die Beantragung der Finanzierung läuft hierbei über ein sogenanntes durchleitendes Kreditinstitut, hierfür wird die KfW Online-Bestätigung des Energiesachverständigen benötigt. Die Beantragung des KfW-Darlehens muss dabei in jedem Fall zwingend vor Beginn des Bauvorhabens erfolgen. Bei Antragsstellung zum förderfähigen Ersterwerb von Wohngebäuden oder Eigentumswohnungen gilt der Abschluss des Kaufvertrages als Beginn des Vorhabens.

Bei dem Annuitätendarlehen kann der Kunde eine Sollzinsbindung von 10 Jahren beantragen. Hierbei kann er sich zwischen verschiedenen Laufzeiten, von 4 Jahren bis 30 Jahren und einer tilgungsfreien Anlaufzeit zwischen einem Jahr und 5 Jahren, je nach Laufzeitvariante, entscheiden.

Bei dem endfälligen Darlehen sind Laufzeiten von 4 Jahren bis 10 Jahren möglich.

Die jeweils aktuellen Konditionen für die verschiedenen Laufzeiten findet man auf der Homepage der KfW: www.kfw.de

 

Besonders vorteilhaft ist bei den KfW Darlehen der Tilgungszuschuss. Durch diesen Zuschuss verkürzt sich die Darlehenslaufzeit der Finanzierung. Je besser der KfW-Effizienzhaus-Standard der neuen Immobilie, desto höher ist der Tilgungszuschuss:

Bei dem Effizienzhaus 40 Plus erhält der Darlehensnehmer bis zu 15 % der Darlehenssumme, maximal 15.000 € pro Wohneinheit, als Tilgungszuschuss. Bei einem Effizienzhaus 40 ist ein Tilgungszuschuss von 10 % und bei einem Effizienzhaus 55 von 5 % der Darlehenssumme möglich.

Diesen Tilgungszuschuss schreibt die KfW nach erfolgreichem Abschluss des Vorhabens auf dem Darlehenskonto des Kunden gut. Eine Barauszahlung oder Überweisung auf ein anderes Konto ist nicht möglich.

Der maximale Darlehensbetrag des KfW-Darlehens sind 100.000 € pro Wohneinheit, die Bemessungsgrundlage ist hier die Anzahl der neu zu errichtenden Wohneinheiten. Beim Ersterwerb von neu errichteten Wohngebäuden bzw. Eigentumswohnungen ist die Anzahl der zu erwerbenden Wohneinheiten gemäß Kaufvertrag die Bemessungsgrundlage.

Die Vergünstigung des Darlehens aus Bundesmitteln erfolgt immer nur für die erste Zinsbindungsfrist, danach erhält man ein Prolongationsangebot ohne Vergünstigung.

Als Berater ist es wichtig, das Thema KfW in der Kundenberatung anzusprechen, da sich unter anderem durch den Tilgungszuschuss, erhebliche Zinskosten sparen lassen. Zusätzlich kann die Rückzahlung und Tilgung des Darlehens durch die tilgungsfreien Anlaufjahre individuell geplant werden und verschafft dem Darlehensnehmer Flexibilität.

Quelle: www.kfw.de

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