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Frauen in Führungspositionen: In den Vorständen deutscher Börsenunternehmen heißen tatsächlich so viele Männer Thomas, wie in etwa Frauen in den Chefetagen sitzen. Höchste Zeit für einen Wandel!

Text von Korbinian Gandl, Bild von Sasha Sashina

Frauen in Führungspositionen

Männer in Führungspositionen

Der Zuwachs an Frauen in den Vorständen der 160 deutschen Börsenunternehmen war im Jahr 2018 so gering, dass er in etwa dem gleichzeitigen Zuwachs an Männern entspricht, die Thomas heißen. Und so überrascht es kaum, dass laut einer Studie der AllBright Stiftung, die sich für mehr Frauen und Diversität in den Führungspositionen der Wirtschaft engagiert, hervorgeht, dass im September 2018 noch immer 92 Prozent der Vorstandsmitglieder Männer waren. Es sind also noch zu viele Thomasse in Führungspositionen und somit Frauen trotz aller Bemühungen um mehr Diversität in den Chefetagen immer noch unterrepräsentiert. Wie relevant und aktuell das Thema “Frauen in Führungspositionen” ist, wird spätestens bei der Eingabe des Suchbegriffs “Männer in Führungspositionen” klar: Die Ergebnisse verweisen fast ausschließlich auf Artikel, Studien und Diskurse, die darauf aufmerksam machen, wie wichtig die Gleichberechtigung ist und was man tun kann, damit mindestens die Hälfte aller Chefsessel von Frauen besetzt werden.

Deutschland ist nicht wirklich gut dabei

Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern hat maßgeblichen Einfluss darauf, “ob und wie Wirtschaft und Gesellschaft gedeihen.” schreibt das Weltwirtschaftsforum in Genf anlässlich des “Global Gender Reports 2018“. Darin werden 149 Länder über ihre Fortschritte bei der Gleichstellung der Geschlechter in vier thematischen Dimensionen verglichen: Wirtschaftliche Partizipation und Chancengleichheit, Bildungsabschluss, Gesundheit und Überleben sowie politische Selbstbestimmung. In der Studie des WEF ist Deutschland auf Platz 14 in der Gesamtwertung von 149 Nationen. Da hierzulande der Frauenanteil in den Parlamenten zurückgegangen ist und weil Frauen nach wie vor schlechtere Bildungschancen haben als Männer. Betrachtet man die Faktoren Berufstätigkeit, Einkommen und die Quote unter Führungskräften, so liegt in Deutschland die erreichte Gleichstellung bei 73 Prozent und landet auf Platz 36.

Networking und Social Media geben Kraft

Mittlerweile gibt es nicht nur Vereine und Stiftungen, die sich für das Thema Gleichstellung stark machen und Frauen dabei unterstützen, sich auf Jobs in Führungsebene zu bewerben. Vor allem die digitalen Möglichkeiten mit zahlreichen Blogs, Social Media wie LinkedIn und Plattformen wie Edition F oder Plan W zeigen Möglichkeiten auf, wie sich etwas an der aktuellen Situation ändern lässt. Denn dank wachsender Communities und diverser Tools sind aktives Networking, Sichtbarkeit und flexible Arbeitsmodelle plötzlich in ganz neuer Form und Vielfalt möglich. Sie können Frauen motivieren, sich gemeinsam gegen ihre männlichen Mitbewerber durchzusetzen.

Niemals unterkriegen lassen – An sich selbst glauben!

Natürlich ist es leichter gesagt, als getan – aber viele weibliche Coaches und Führungspositionen appellieren dazu, mutige und auch riskante berufliche Entscheidungen zu treffen. So schildert die Organisations- und Veränderungsexpertin Dorothea Derakhchan, Geschäftsführerin von Almadera Consulting, im Blog der Wirtschafts Woche: „Wer etwas verändern will, muss erst mal seine eigenen Stereotypen, Glaubenssätze und Ängste hinterfragen und sich souverän mit sich selbst auseinandersetzen – wissen, was man kann, und was nicht. Wissen, was man will – und was nicht.“ Wer also seinen Erfolg und seine Karriere für sich definiert und plant, sein eigenes Potenzial kennt und sich nicht unter Wert verkauft, der hat gute Chancen auf einen Aufstieg.

Frauen als Chefs, eine Selbstverständlichkeit.

Von Jahr zu Jahr setzen sich immer mehr Unternehmen mit Gleichstellung auseinander und versuchen offensiv, Chancengleichheit in ihren Betrieben herzustellen. Aber dennoch gibt es in einigen Branchen immer noch Ungerechtigkeiten – etwa dann, wenn Recruiter bei Bewerberinnen nachrechnen, wann mit der Mutterschaft zu rechnen ist oder Aufsichtsräte von gar 53 der 160 deutschen börsennotierten Unternehmen überhaupt gegen Frauen als Aufsichtsrat sind, was aus einer weiteren aktuellen Studie von AllBright hervorgeht.

Es muss zur Selbstverständlichkeit werden, dass Frauen mindestens gleich stark in Führungspositionen repräsentiert sind wie Männer. Egal in welcher Branche und egal in welchem Land auf dieser Welt. Ein langer Weg, auf dem vor allem alteingesessene, männliche Führungsstrukturen aufgebrochen werden müssen, um Raum und Möglichkeiten für Neues, aber eben auch Selbstverständliches zu schaffen.

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