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Kennen Sie alle Nebenkosten?

von Carla Fontaine

Kennen Sie alle Nebenkosten?

Was gibt es Schöneres als über ein Eigenheim zu verfügen? Man ist nicht mehr an die hohen Mietpreise gebunden, sorgt fürs Alter vor und hat keine Verpflichtungen gegenüber Vermietern. So schön die eigenen vier Wände auch sind, die anfallenden Kosten dürfen nicht vergessen werden. Wissen Sie, welche Nebenkosten auf Ihre Kunden zukommen?

Grundsteuer

Als Eigentümer einer Immobilie ist man nicht mehr an Mietpreise gebunden. Wer allerdings glaubt, dass man nach Abzahlung der Immobilie keine Kosten mehr zu tragen hat, irrt sich leider. Jeder Eigentümer in Deutschland hat eine sogenannte Grundsteuer, direkt an die Stadt oder an die Gemeinde zu zahlen. Die Höhe ist dabei abhängig von der Art der Bebauung und der Gemeinde selbst, weshalb die zu tragenden Kosten stark variieren. Das Finanzamt bewertet dazu den Grundbesitz und multipliziert je nach Bebauung diesen mit einer Messzahl. Daraus erhält man dann den Steuermessbetrag, der – wiederum multipliziert mit einem Hebesatz der Kommune – letztlich den Steuerbetrag ergibt.

Tipp: Erklären Sie Ihrem Kunden die Zusammensetzung der Grundsteuer am besten anhand einer einfachen Beispielrechnung. Rechner

Hausgeld

Das Hausgeld oder Wohngeld ist ebenfalls von jedem Eigentümer monatlich an die Wohnungseigentümergemeinschaft zu zahlen und gilt als Vorauszahlung. Die Kosten bestehen aus den Nebenkosten, Verwaltung und Instandhaltungskosten und sind in der Regel 20 bis 30 Prozent höher als die Nebenkostenabrechnung der Mieter. Die Höhe wird vom Hausverwalter festgelegt, der Wirtschaftsplan muss dann aber in der jährlichen Eigentümerversammlung beschlossen werden. Zum Hausgeld zählen alle laufenden Kosten, wie etwa Hausstrom, Abfallentsorgung, Verwaltungskosten und Instandhaltungskosten, Wasser und Abwasser, Wohngebäudeversicherung/ Hausratversicherung, Heizkosten bei Zentralheizung, Hausmeister, Reinigung und Fahrstuhlwartung.

Tipp: Berechnen Sie im Beratungsgespräch gemeinsam das Hausgeld Ihres Kunden, damit er weiß, was auf ihn zukommt. Rechner

Energiekosten

Ein Großteil der anfallenden Kosten sind die Energiekosten, welche in aktive und passive Kosten aufgeteilt werden müssen. Aktiv lassen sich die Kosten durch das Einholen von Angeboten, Vergleichen und verschiedenen Anbietern senken. Passiv sollte man immer darauf achten, nicht unnötig Energie zu verbrauchen.

So können Ihre Kunden aktiv Heizkosten sparen: Ein Vergleich der verschiedenen Anbieter, sowie den richtigen Zeitpunkt zum Wechseln zu erwischen, lohnen sich hier auf jeden Fall. Bei einer Ölheizung beispielsweise ist der Zeitpunkt des Kaufes entscheidend, da die Höhe der Kosten täglich von Angebot und Nachfrage abhängt. Bei Gasheizungen gibt es mehrere Anbieter. Man wird meist mit dem Grundversorgertarif bei den Stadtwerken angemeldet. Ein einfacher Tarifvergleich kann hier mehrere Hundert Euro sparen, dauert nur wenige Minuten und ist sehr einfach selbst durchzuführen.

So können Ihre Kunden passiv Heizkosten sparen: Das ständige Abkühlen und Aufheizen der Raumtemperatur führt zu einem höheren Verbrauch, daher sollte der Temperaturregler der Heizung lieber auf der Stufe drei durchgehend heizen – wenn es zu warm wird, dann einfach auf die 2.Stufe herunterdrehen. Das komplette Abschalten oder auf höchste Stufe zu heizen, wird dringend abgeraten. Gute Dämmung der Fenster und Türen ist ebenso wichtig, damit die warme Luft nicht entfliehen kann.

 

Stromkosten

Bei den Stromkosten ist es ähnlich wie bei den Heizkosten. Aktiv lassen sich die Kosten durch einen Vergleich der Stromanbieter senken. Passiv sollte man immer darauf achten, nicht unnötig Strom zu verschwenden. So sollte man wenige Lampen, am besten Energiesparlampen, effektiv einsetzen. Für die Außenbeleuchtung eignen sich für einen niedrigen Stromverbraucher Bewegungsmelder und elektronische Geräte, wie Fernsehen oder Computer sollten nur während kurzer Pausen in den Standby Modus gestellt werden. Legen Sie Ihrem Kunden nahe, sich schon während der Bauphase, spätestens jedoch bei der Einrichtung der Immobilie über Stromkosten und Heizkosten Gedanken zu machen. So lassen sich von Anfang an Strom- oder Heizschlucker vermeiden und gegebenenfalls Solarplatten oder Smart Home Systeme gleich einbauen.

 

Wasser, Kanal und Müllentsorgung

Nicht zu vergessen sind die Kosten für die Müllentsorgung und natürlich für den Wasserverbrauch. Wenn möglich, sollte man seinen Müll so gut wie möglich trennen, um die Kosten zu senken. Tipp: Machen Sie Kunden, die gerade bauen oder renovieren auf wassersparsame Toiletten und sparsame Duschköpfe aufmerksam, mit denen sich ganz automatisch Kosten sparen lassen.

 

Reparaturkosten

Reparaturkosten werden immer anfallen. Beim eigenen Haus sind das Dach, die Abwasserleitungen und die Fenster nach ein paar Jahren zu erneuern. Bei der Eigentumswohnung ist man an den Reparaturkosten des ganzen Hauses – aber auch an der gemeinschaftlichen Tiefgarage – beteiligt. Deshalb sollte man regelmäßig Geld zur Seite legen, damit bei einem Notfall ein großes, finanzielles Polster zur Verfügung steht. Zusätzlich hilft es natürlich, kleine Reparaturen selbst durchzuführen und nicht jedes Mal einen Handwerker zu beauftragen.

Ein paar dieser Tipps in die Beratung mit einfließen zu lassen, kostet kaum Zeit. Sie heben sich aber von anderen Baufinanzierungsberatungen ab.

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