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„Make game“ – Was man als Berater vom Spitzensport lernen kann

Maximilian Wöllner, 29, führt seit einem Jahr die Niederlassung der Baugeld Spezialisten in München. Seit 2006 spielt er American Football, von 2012 bis 2016 war er Spieler bei den Munich Cowboys in der höchsten deutschen Liga. Seit 2015 ist Maximilian dort auch Coach der Jugend.

 

Max, wie kamst du zum American Football?

Angefangen habe ich, weil ich eine neue Herausforderung gesucht habe. Und nach dem ersten Training war ich sofort infiziert. Nach meiner Jugendzeit im Football konnte ich noch nicht direkt in der 1. Bundesliga spielen, deswegen habe ich mich drei Spielzeiten lang bei einem anderen, auch wirklich großartigen Team auf die Rückkehr zu den Munich Cowboys vorbereitet. Fast eine Spielzeit lang musste ich aufgrund einer Verletzung pausieren und habe in diesem Jahr stetig unter dem Motto „come back stronger“ daran gearbeitet, wieder zurück ins Spiel zu kommen.

 

Welche Fähigkeiten helfen dir als Berater als auch Sportler?

Im Football lernst du vor allem zwei Dinge: Zusammenhalt und Disziplin. Als „One-Man-Show“ hast du auf dem Feld keine Chance. Ähnliche sehe ich es in meinem Beruf. Mit der Unterstützung einer starken Marke und eines hervorragenden Finanzierungsmanagements kann ich „auf dem Feld“ sehr viel erreichen. Im Football brauchst du Disziplin, zu jeder Zeit – auf dem Feld und abseits davon. Um beruflich erfolgreich zu sein, gilt für mich das Gleiche. Ohne Disziplin funktioniert es nicht. Ohne Disziplin hätte ich weder sportlichen noch beruflichen Erfolg. Bei uns im Team beginnt die Disziplin damit, seiner Verpflichtung nachzukommen. Wenn du zum Beispiel nicht ins Training kommen kannst, ist es deine Pflicht dich begründet abzumelden. Tust du das nicht und bist dann einfach nicht anwesend, erhält dein Team die Strafe dafür: Liniensprints, Push-Ups oder irgendetwas anderes, worauf keiner Lust hat. Das Team wird also für dein Fehlverhalten bestraft und zieht daraus natürlich auch die Konsequenzen. Fehlende Disziplin im Beruf wirkt sich ganz ähnlich auf andere aus. Reicht man zum Beispiel im Finanzierungsmanagement unübersichtliche Akten ein, kann das eine Kettenreaktion auslösen. Die Bearbeitung dauert länger und es gibt mehr Missverständnisse. Am Ende ist der Leidtragende der Kunde, weil er länger auf eine Rückmeldung oder Zusage warten muss. Durch fehlende Disziplin schade ich also im ersten Moment nicht mir selbst, sondern Kunden und Teamkollegen – für mich ein absolutes No-Go. Für diese Learnings bin ich dem Sport an sich und natürlich allen Teamkollegen und Coaches auf meinem Weg sehr dankbar.

 

Wie geht man mit Niederlagen um? Wie wichtig ist dann das Team?

Niederlagen wird es immer geben, du musst einfach aufstehen und weitermachen. Im Football werden Niederlagen und Fehler intensiv mittels Videomaterial analysiert. Individuelle Fehler können entscheidend sein und daher muss man die Kritik von Team und Coaches annehmen und ernsthaft daran arbeiten. Es gab ein Spiel, in dem ich mit meinem direkten Gegenspieler komplett überfordert war. Er war schneller, größer, stärker und technisch deutlich besser. Im Rückspiel wurde reagiert und das Blocking-Schema neu konzipiert, so dass ich gegen diesen Gegner von einem meiner Mitspieler Unterstützung erhielt. Egal ob bei Erfolg oder Niederlage, du bist nie alleine dafür verantwortlich und wirst vom Team immer zu 100% unterstützt. In der Beratung wird es auch „Niederlagen“ geben und auch hier analysiere ich das Wie und Warum. Hatte der Kunde ein besseres Angebot? Ist das Objekt anderweitig vergeben worden und wenn ja, wieso? Hätte man vielleicht schneller reagieren müssen? Egal ob sportlich oder beruflich, eine Niederlage einfach hinzunehmen, ist keine Option. Ohne das Analysieren der Fehler wird es beim nächsten Mal nicht besser.

 

Wie motivierst du dich „auf den Punkt“? Und wie hältst du die Konzentration?

„Beat yesterday“: Also heute besser als gestern zu sein. Diese Devise motiviert mich, sowohl als Spieler und Coach, als auch im Geschäft. Ich möchte in diesen Bereichen immer das Höchstmaß erreichen. Von zehn Spielen will ich zehn gewinnen, von zehn Kundenberatungen will ich zehn abschließen. Ist das überhaupt möglich? Why not! Wie lange es dauert, um dieses Ziel zu erreichen, weiß ich nicht. Aber ich höre nicht auf, daran zu arbeiten. Sich zu motivieren funktioniert auf vielen Arten, z.B. durch „Pump Up Music“ oder Ansprachen von Teamkollegen und Coaches. Meine Motivation kommt über den Fokus. Im Football hat man zwischen den Spielzügen immer etwas Pause. Sobald der Schiedsrichter pfeift kann der neue Spielzug gespielt werden. Ab diesen Zeitpunkt befinde ich mich im Tunnel. Ich höre keine Stadionmusik, Stadionsprecher oder Fans mehr. Der Fokus liegt einzig und alleine auf den gerade angesagten Spielzug. Denn es gibt eine Sache, die sich nicht wiederholen lässt – dieser Moment! Genau das gleiche gilt auch für die Kundenberatung. Wenn ich mit einem Kunden zusammensitze, muss ich mich ausschließlich auf den Kunden konzentrieren können. Vor allem die erste Beratung ist hier sehr wichtig. Denn ähnlich wie auf dem Feld kann ich diesen Moment des ersten Kundengesprächs nicht wiederholen.

 

Mit welchen Nachteilen musst du klarkommen und wie kompensierst du diese?

Größe! (lacht) – Sowohl geschäftlich als auch sportlich. Ich bin nicht sehr groß gewachsen und habe daher gegenüber anderen Spielern einen Nachteil. Kompensieren muss ich das mit Spielintelligenz, Kraft und Technik. Größe im Job beziehe ich darauf, dass ich erst seit kurzer Zeit als Selbstständiger „auf dem Feld“ stehe. Nicht wie andere, die sich in ihrer Region bereits einen Namen gemacht haben und dort schon nicht mehr wegzudenken sind. Kompensieren kann ich das durch hervorragende Beratungen und in der Folge auch Empfehlungen. Auch hier bin ich meines Glückes Schmied. Dafür verlasse ich ganz bewusst meine Komfortzone und setze sehr hohe Anforderungen an die Qualität meiner Beratung. Dazu gehört auch die stetige Erreichbarkeit, egal ob dienstags um 21:00 Uhr oder Sonntagmittag.

 

Dein Lieblings-Motivationsbuch?

„The Bus: My Life in and out of a Helmet” von Jerome Bettis, einem absoluten Ausnahmespieler der NFL.

 

Vielen Dank, Max!

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