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Ortsunabhängiges Arbeiten hat sich in den letzten Jahren nicht nur bei Freelancern etabliert.

Text von Korbinian Gandl,
Bild von Davey Heuser

Mobile Office

Der Digitalnomade

Ein Wüstennomade auf Kamel oder Pferd, der auf mobiles Internet zugreifen kann? Bestimmt möglich, aber unter Digitalnomaden versteht man eher Unternehmer und Freelancer, die ihre Arbeit überwiegend im Internet und am Computer durchführen. Wobei die Jobs für Kunden oder Auftraggeber in der Regel online umgesetzt werden. Jeder, der also digitale Technologien benutzt und nicht auf persönliche Zusammentreffen mit Auftraggebern angewiesen ist, um seiner selbstständigen Arbeit nachzugehen, kann prinzipiell Digitalnomade werden. Wer einer nicht-digitalen Arbeit nachgeht und dennoch ein nomadisches Arbeitsdasein pflegen möchte, muss seine Arbeitsabläufe so gestalten, dass keine dauerhafte Anwesenheit erforderlich wird. So ist es mittlerweile auch für Angestellte möglich, frei und ortsunabhängig zu arbeiten.

Freiheit als oberstes Gebot

Oft sind es der Wunsch nach mehr Freiheit, Ortsunabhängigkeit und eine große Reiselust, die die meisten Menschen in eine berufliche Selbstständigkeit führen. Wer sein Netzwerk und seine Kompetenzen gut aufgebaut hat, Kontakt virtuell halten und zudem Aufträge digital erledigen kann, der kann eigentlich von überall aus arbeiten. Ob auf Bali am Strand, im Co-Working-Space in der Metropole oder in einer Hütte in den norwegischen Fjörden – die meisten Digitalnomaden brauchen nicht mehr als einen Laptop und einen Internetzugang. Vor allem günstige Städte weltweit sind beliebt für Menschen, die mobil arbeiten. Und weil die Wetterbedingungen auch eine große Rolle spielen, werden Länder in Südostasien wie etwa Indonesien, Thailand und Vietnam besonders gern von Digitalnomaden für ein paar Monate als Wahlheimat angepeilt. Ein wichtiges Auswahlkriterium: die Internetgeschwindigkeit am jeweiligen Ort. Das haben die Städte bereits erkannt und investieren in Glasfaser und Co. Die meisten von Ihnen schneiden in Sachen Internetspeed sogar deutlich besser ab als Deutschland.

Nomaden werden zu Ratgebern

Freies und ortsunabhängiges Arbeiten wird immer beliebter. Deshalb nutzen die erfolgreichen Pioniere des mobilen Arbeitens die Gunst der Stunde und vermitteln auf Blogs, in Podcasts und in zahlreichen Ratgeber-Büchern Tipps und Erfahrungsberichte zum Thema. Wie zum Beispiel die Berlinerin Conni Biesalski, die früher als PR-Beraterin in einer Agentur arbeitete und seit ein paar Jahren als digitale Nomadin um die Welt zieht und mit ihrem Blog Planet Backpack sowie Ratgeber-Büchern ihr Geld verdient. Wie bei vielen anderen ihres Bereichs, geht es überwiegend um die Vereinbarkeit von Zen, körperlicher Gesundheit, dem sich Lösen von materiellen Dingen und um eine abwechslungsreiche und zufriedenstellende Arbeit.

Mobile Office vs. Home Office

Für viele mag es verlockend klingen, den 9-5-Job aufzugeben und sich in die Selbstständigkeit zu stürzen, um am Strand von Bali mit braungebrannten Digitalnomaden aus aller Welt das „Next Big Thing“ bei Matcha-Latte zu entwickeln, während der Rest der Welt nur einen Mausklick und ein paar Zeitzonen entfernt ist. Es ist aber nicht für alle die optimale Lösung. Denn wer ortsunabhängig und frei arbeitet, der entschließt sich auch gegen Stabilität, ein festes Zuhause und einen geregelten Alltag. Wer das braucht, dem bieten mittlerweile flexible und in den meisten Unternehmen bereits etablierte Modelle wie Homeoffice eine Lösung. Wobei das Homeoffice vom eigenen Zuhause, in Form von Mobile Office, auch ins Café, ins Ferienhaus oder in den nächsten Co-Working-Space  verlagert werden kann. Und das allein kann schon etwas Abwechslung und Inspiration in den Arbeitsalltag bringen – ohne dafür das Land verlassen zu müssen.

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