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Um sich als Unternehmer weiterentwickeln zu können, müssen Sie über sich hinaus wachsen.

von Sonja Steppan, Bild von Benjamin Child

Raus aus der „Ich kann alles“-Falle

Ihnen begegnen sicherlich ab und an Überflieger, die ein enormes Organisationstalent an den Tag legen und anscheinend alle Ansprüche irgendwie unter einen Hut bringen. Vielleicht tendieren auch Sie dazu, sich nur mit Bestleistungen zufrieden zu geben? Warum es sich lohnt zu delegieren und sich getrost von dem hohen Anspruch an sich selbst zu verabschieden:

Sind Sie ein Micromanager?

Delegieren bedeutet, ausgewählte Aufgaben und einzelne Kompetenzen an andere zu übertragen und sich die Verantwortung für Projekte zu teilen. Manchen fällt diese Delegation enorm schwer – meistens, weil sie in der Kommunikation unsicher sind oder zur Selbstüberschätzung neigen. Micromanagement definiert die Angewohnheit, beispielsweise als Projektleiter größten Wert auf die Details zu legen und sich ständig zu vergewissern, dass alle ihre Aufgaben korrekt erledigen.

Woran erkennen Sie, dass sie ein Micromanager sind, der nur schwer delegieren kann?

Neigen Sie dazu, ihre Fokussierung zu übertreiben? Gute Führung im Projekt zeichnet sich übrigens auch dadurch aus, dass Ihre Teammitglieder und Mitarbeiter eigen- und selbstständig Aufgaben umsetzen können. So haben Sie die Möglichkeit, sich auf Ihre Kernaufgaben zu konzentrieren und die Koordination und Kommunikation mit besserer Übersicht zu verantworten.

Fürchten Sie Kontrollverlust? In die „Ich kann alles“-Falle tappen Sie, wenn Sie glauben, dass nur Sie selbst etwas am besten können – und deswegen gerne penibel alle Handlungsschritte einer Aufgabe vorgeben.

Sollten Sie doch mal delegieren, liegen die wichtigen, spannenden Aufgaben bei Ihnen, während die anspruchslosen, eher langweiligen Tasks abgegeben werden. Kommt Ihnen diese Aufteilung bekannt vor?

Ständige Verfügbarkeit und immer erreichbar sein wollen: Bei Emails lassen Sie sich gerne in CC setzen, um gut informiert zu sein. Sollten Sie mal Details im Emailverkehr vermissen, bringen Sie sich gerne proaktiv durch kurze Anrufe oder WhatsApp auf den neuesten Stand.

In der Folge sind Sie häufig gestresst, verzetteln sich öfters mal und können schlecht entspannen. Sie denken selbst im Urlaub an die Post-Its an Ihrem Schreibtisch und haben Mühe gut zu schlafen. Überhaupt haben Sie weniger Freizeit, denn Micromanagement kostet viel Zeit!

Delegieren lernen heißt klein anfangen

Das Ziel soll nicht sein, ausschließlich besonders unliebsame Arbeit zu delegieren – ohne Rücksicht auf das Pensum der Kollegen.

Suchen Sie Schritt für Schritt einen goldenen Mittelweg:

Delegieren Sie zunächst eine kleine, abgeschlossene und später dann eine verantwortungsvollere Aufgabe, ohne die genaue Vorgehensweise vorzugeben; lassen Sie sich nicht ständig Bericht erstatten, sondern erst, wenn der Task erfüllt ist!

Formulieren Sie gemeinsam Ziele mit Ihren Teammitgliedern. Sie hätten es anders besser oder schneller geschafft? Glückwunsch! Doch denken Sie daran, wie gut es Ihren Kollegen tun wird, sich selbstständig und mündig zu fühlen!

Befürchten Sie, dass Sie Aufgaben besser erledigen können, weil nicht alle im Team auf Ihrem Wissensstand sind? Sollten Ihren Kollegen in der Tat Qualifikationen fehlen, könnten Sie doch eine Fortbildung anregen. Vielleicht buchen Sie alle gemeinsam einen Workshop oder einen Kurs – und lernen nicht nur gemeinsam dazu, sondern verbringen auch ein Wochenende, das sie alle zusammenschweißt?

Wenn Sie sich fragen, auf welche Weise Sie sich das Leben erleichtern und sich vor Missverständnissen schützen können – dann kommunizieren Sie richtig! Senden Sie das Signal, bei Rückfragen verfügbar zu sein. Stehen Sie weniger qualifizierten, jüngeren oder unerfahreneren Mitarbeitern mit Ihrer Expertise zur Seite. Sie werden merken: Der gesunde Teamspirit fühlt sich besser an als die eigene Perfektion.

Setzen Sie die Ressourcen Ihres Teams klug ein. Für Ihre Mitarbeiter ist eine abgegebene Aufgabe möglicherweise eine schöne Herausforderung – und Sie müssen weniger Krafteinsatz für nahezu gleich gute Ergebnisse aufbringen. Schöner Nebeneffekt: So haben Sie abends noch genug Energie für ein Tennismatch oder ein Ausflug ins Kino.

Reflektieren Sie gemeinsame Erfolge bewusst. Fragen Sie sich: Wer hat früher seine Aufgaben so delegiert, dass Sie genug für Ihre jetzige Position lernen konnten? Wo standen Sie bezüglich Ihres Ziels vor zwei oder zehn Jahren? Was haben Sie konkret gewonnen, indem Sie delegierten? Nehmen Sie Ihre Leistungsfähigkeit bewusst wahr und genießen Sie die gewonnene Zeit!

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