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Wie spielen sich moderne Recruiting-Prozesse im Zeitalter der Digitalisierung ab?

Text von Korbinian Gandl, Bild von Ari He

Recruiting im Digitalen Zeitalter

Menschen engagieren Menschen

Spätestens seitdem selbst kleinere Unternehmen ihre Personalfachkräfte in Recruiting-Manager und ihre Personalabteilungen in Human Resources umbenannt haben, wird klar, wie wichtig Menschen für Unternehmen sind. Sie sind quasi Ressource, die treibende Kraft eines Unternehmens. Im Zuge der Digitalisierung sehen Rekrutierungsprozesse allerdings anders aus, als noch vor ein paar Jahren. Nach einer aktuellen Studie der Beratungsagentur McKinsey suchen Unternehmen für die Arbeitswelt der Zukunft viel mehr Mitarbeiter mit technologischen Spezialkenntnissen, wie etwa Big-Data-Analysten oder Robotik-Entwickler.

Social-Plattformen vereinfachen die Prozesse

Wer Mitglied eines sozialen Netzwerks, wie LinkedIn oder Xing, ist, und dieses zur Pflege bestehender Geschäftskontakte sowie zum Knüpfen von neuen geschäftlichen Verbindungen nutzt, der kann sich mittlerweile einfacher auf Stellen bewerben. Auch Recruiter können mithilfe der Plattformen einfacher in Kontakt mit möglichen Bewerbern treten und passende Mitarbeiter für Ihre Unternehmen finden. In naher Zukunft dürfte jedes dritte Unternehmen die Profile von Bewerbern auf diesen Plattformen analysieren, jedes vierte wird digitale Auswahltests einsetzen, was ebenfalls aus der McKinsey Studie hervorgeht.

Der War for Talents

Dass immer mehr digitale Tools für das Recruiting verwendet werden müssen, liegt aber auch daran, dass es in einem riesigen Pool an Menschen immer schwieriger wird, Fachkräfte für einen bestimmten Bereich zu finden. Hier fällt meist der Begriff “War for Talents”. Das ist aber nur ein Krieg im metaphorischen Sinne, denn Unternehmen haben es mittlerweile schwerer, qualifizierte Nachwuchstalente vor allem in den sogenannten MINT-Berufen zu gewinnen. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Die Berufssparten, welche gerade für die Digitalisierung sowie die damit verbundenen Soft- und Hardwareproduktion relevant sind. Daneben seien der demografische Wandel, der immer härter werdende Wettbewerb aufgrund von Globalisierung und der wachsende Anspruch an Arbeitgeber seitens der Arbeitnehmer die Ursachen für diesen Kampf.

Das sind die Trends im Recruiting

Seit 2010 gibt es die Studie „Recruiting Trends“ des Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universität der Bamberg und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Auch 2018 wurde die Studie im Auftrag der Jobplattform Monster zu verschiedenen Themenbereichen durchgeführt. Die Studie geht auf die Sicht von Unternehmen und Kandidaten zu den Themen Social Recruiting und Active Sourcing, Employer Branding und Personalmarketing, Mobile Recruiting sowie Digitalisierung der Personalgewinnung ein. Hier wird unter anderem deutlich, dass in Unternehmen mit einer guten Social-Media-Strategie, die Mitarbeiter und auch die Zielgruppen besser definiert sind. Spannend zu sehen ist auch, dass mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen digitale Personalgewinnung als Standard akzeptiert haben und Ihre Recruiter entlasten – zum Beispiel durch den Einsatz von digitalen Plattformen oder Chatbots oder die Zusammenarbeit mit Headhuntern. Im Bereich Mobile Recruiting könnte es noch etwas besser laufen. Nur etwa 57 Prozent der befragten Unternehmen stellen Ihre Stellenanzeigen mobil optimiert zur Verfügung. Das ist nicht genug, wenn man bedenkt, dass allein im Jahr 2018 der Anteil der mobilen Internetnutzer in Deutschland bei 68 Prozent lag. Hier arbeiten viele Unternehmen aber schon an eigenen Apps und Plattformen, um sich auch von unterwegs zu bewerben.

Wer seine HR-Abteilung und das damit verbundene Personal-Recruiting also optimal für die Zukunft aufstellen möchte, muss sich nicht nur an die Bedürfnisse der Kandidaten anpassen, sondern auch weiterhin digital denken und sich den vielen neuen Möglichkeiten bedienen. Nur so gewinnt man im „War for Talents“ auch die passenden Talente für sein Unternehmen.

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