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Smart Home - Wie der technische Fortschritt unsere Wohnkultur beeinflusst

Text von Julia Bogatzki & Daniela Reisky, Bild von Sebastian Scholz

Smart Home, Living & Co.

Wir leben in einer digital vernetzten Welt. Prozesse werden schneller, komplexer und undurchsichtiger. Zeitgleich gibt es digitale Systeme, die uns den Alltag erleichtern – und das ist nicht nur im beruflichen Umfeld der Fall. Auch im Privaten profitieren wir von smarten Lösungen, die Unterstützung rund um die Bereiche Wohnen, Haushalt und Familie bieten. Welche Smart Home Lösungen es für die eigenen vier Wände gibt, welcher Mehrwert daraus resultiert und wie diese dauerhaft unser Wohnen beeinflussen wird in diesem Beitrag behandelt.

Als Smart Home Anwendungen/Smart Home Lösungen wird das informations- uns sensortechnisch aufgerüstete, in sich selbst und außen vernetzte Zuhause bezeichnet. Die Anwendungen können nicht nur mit einer Person, sondern auch untereinander kommunizieren. Die Vernetzung ist oft auf WLAN- oder Bluetooth-Verbindungen gestützt. Begriffe, die in diesem Zusammenhang ebenfalls Verwendung finden, sind „Smart Living“ und „Intelligent Home“.

Inzwischen gibt es eine Vielzahl an smarten Geräten. Gängige Smart Home Anwendungen sind zum Beispiel:

  • Heizkörper Thermostate
  • Lichtsysteme
  • Steckdosen
  • Soundsysteme
  • Rollladensteuerungen
  • Smarte Türschlösser
  • Video-Türklingeln
  • Wetterstationen
  • Sicherheitskameras

Der derzeitige Trend zeigt deutlich, dass immer mehr Smart Living Konzepte an Relevanz für Eigentümer und Mieter gewinnen. Bereits 40 Prozent der Deutschen nutzen innerhalb ihrer vier Wände mindestens ein Produkt zu Zwecken des Smart Livings. Laut einer Studie wird dieser Anteil bis 2025 weiterhin deutlich ansteigen. Weitere 38 Prozent sind an einem intelligenten Lebensstil interessiert.

Doch welche Vor- und gegebenenfalls Nachteile bieten Smart Living Konzepte? Sind solche Investitionen lohnenswert und woher weiß ich, ob diese Lösungen zu mir und meinem Wohnstil passen? Die folgende Auflistung bietet eine Entscheidungsgrundlage für Unentschlossene.

Vorteile Smart Home Anwendungen:

  • Steigerung der Energieeffizienz: Durch die zentrale Steuerung stromgebundener Geräte lässt sich der Stromverbrauch durch das aktive Abschalten reduzieren. Des Weiteren sind Einsparungen von Wasser und Gas möglich. Durch die individuelle Analyse des eigenen Nutzungsverhalten, sind somit konkrete Handlungsmaßnahmen möglich.
  • Entlastung im Alltag: Durch die Automatisierung herkömmlicher Haushaltsgeräte entfallen selbst injizierte Prozesse rund um den Haushalt. Eine automatische digitale Einkaufsliste, ein Saugroboter oder aber die intelligente Waschmaschine mit Dosierhilfe sind nur ein Bruchteil smarten Möglichkeiten.
  • Erhöhte Sicherheit: Durch die vielfältigen Überwachungsmöglichkeiten mittels verschiedener Geräte steigt die Sicherheit innerhalb der eigenen vier Wände. Durch den hohen Automatisierungs- und Koordinationsgrad sind längere Urlaube, ohne, dass jemand vor Ort ist, ebenfalls kein Problem mehr. Zusätzlich sorgen Live-Videos über weite Distanzen Hinweg für die nötige Kontrolle.

Nachteile Smart Home Anwendungen:

  • Erhöhtes Sicherheitsrisiko: Der Vorteil der Erhöhung des Schutzes durch Überwachung ist allerdings zeitgleich von einem Risiko, welches der Schutzfunktion nicht gerecht wird, begleitet. Durch die Vielzahl an persönlichen Daten, die durch die Geräte und Anwendungen gesammelt werden, resultiert eine Angriffsfläche für beispielsweise Hacker und davon gefolgt möglicher Datenmissbrauch.
  • Undurchsichtiger Zeit- und Kostenaufwand: Die Angebote und Leistungsumfänge von Smart Home Lösungen variieren von Anbieter zu Anbieter. So mindern sich die Vergleichbarkeit von Einzel- und Komplettangeboten. Die Nachrüstung um weitere Funktionen kann so zum versteckten Kostentreiber werden. Auch die Koppelung mehrerer Geräte kann durch die Differenzen der Standards einige Zeit in Anspruch nehmen.
  • Mangelnde Kompatibilität: Je weiter das Smart Home um Anwendungen und Geräte wächst, desto komplexer sind die einzurichtenden Verbindungen. Durch die Abweichungen der Herstellersoftwäre und Konfigurationsmöglichkeiten kann es zu Mängeln in der geräteübergreifenden Kompatibilität kommen. Zusätzlich besteht das Risiko, dass die intelligenten Systeme schnell veralten, da die Zyklen neuer Geräte und Anwendungen sich stetig verkürzen. Dadurch kann die Nutzungsdauer abnehmen sowie die fortlaufende Einbindung im Smart Home Netz gehindert werden.

Fazit

Viele Verbraucher schrecken aufgrund des Datenschutzrisikos und teils unklarem finanziellen sowie zeitlichen Aufwand zurück. Die smarten Lösungen können in das Lebens- und Wohnkonzept derer passen, die die Vorteile des Komforts und der Kontrollierbarkeit erleben möchten. Dennoch sollte bei der Anschaffung die Ganzheitlichkeit und Verknüpfung der Endgeräte und Technologien beachtet werden.

Quellen: Gabler Wirtschaftslexikon, Statista, Redaktionsnetzwerk Deutschland

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