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Mehr Komfort und eine sinnvolle, spielerische und transparente Auseinandersetzung mit allen Ressourcen des Haushalts

von Sonja Steppan

Smart Home

Bereits in den Siebzigern tauchte erstmals der Begriff „Heimautomatisierung“ in kommerziellen Konzepten auf. Mithilfe des „X10-Systems“ aus dem Jahr 1975, sowie später des „Standard CEBus“ konnten im Haus durch eigens verlegte Leitungen – damals noch etwas holprig – Lampen, Thermostate und sogar Alarmanlagen digital angesteuert werden.

Die Idee, im Eigenheim Leuchten, Taster und Geräte miteinander zu vernetzen und steuern zu können, ist nicht nur ein technologisches Abenteuer für nerdige Tüftler. Sie verspricht auch Komfort für alle, die sich nicht mit unübersichtlichen Einzelfunktionen auseinanderzusetzen wissen. Das Versprechen des Smart Homes ist, dass eine individuelle Logik die Nutzung erleichtert und Daten speichert.

Zunächst ließ der große Durchbruch der Smart Homes in den Nuller Jahren auf sich warten, weil die Installation den meisten zu teuer und exklusiv schien; die bisherigen Erfolgsfaktoren sind seither also auf soziologische Entwicklungen und generelle Leistbarkeit zurückzuführen. Eine treibende Kraft dabei ist eine wünschenswerte Energieeffizienz sowie die Steigerung des Umweltbewusstseins in der Gesellschaft.

Unterschieden wird bei der Vernetzung der Technik in unterschiedlichen Lebens- und Wohnbereichen zwischen Aspekten der Sicherheit, des Komforts, der Energie und der Unterhaltungselektronik.

Kritik erfährt die Verbreitung von Überwachungseinrichtungen, die sich auf private Wohnräume wie Hausgemeinschaften bezieht, meist im Bezug darauf, dass in elektronisch steuerbare Alarmanlagen und Sicherheitsschlüssel durchaus von raffinierten Hackern eingebrochen werden kann. Gravierender jedoch ist das Argument, dass intelligente Sensoren allerlei Gefahren rund um die Uhr orten und signalisieren können.

Der Aspekt des Komforts spricht insbesondere all jene an, deren favorisiertes Szenario ein selbstständig aufgebrühter Kaffee am Morgen darstellt. Das Frühstück bereitet sich quasi von selbst, man braucht nicht einmal die Jalousien hochziehen und das Radio findet von alleine den Lieblingssender. Und am Ende des Tages hält einem die Auto-Unlock-Funktion der Smartphone-App sogar höflich die Haustür auf, wenn man mit vollen Einkaufstüten davorsteht; wobei die Vorstellung einer automatisierten Einkaufsliste des smarten Kühlschranks die Shopping-Tour gar nicht mehr allzu anstrengend macht.

„Smart Metering“ bezieht sich auf ein System intelligenter Zähler, die den tatsächlichen Strom-, Wasser- und Gasverbrauch beobachten, auf die jeweilige Nutzungszeit beziehen und in einem eingebundenen Kommunikationsnetz evaluieren. Der Verbraucher lernt so nicht nur, die Zahlen mühelos in den Tagesablauf zu integrieren und die Nutzung nachhaltig zu steuern, sondern wird gegebenenfalls auch über passendere Energieanbieter informiert. Dabei entsteht eine sinnvolle, spielerische und transparente Auseinandersetzung mit allen Ressourcen des Haushalts.

Die Unterhaltungselektronik hat bereits über die vergangenen Jahre großartige Parameter präsentiert: Eine zentrale Speicherung von Bild- und Filmmaterial ist problemlos über das WLAN möglich, Musik kann in Sachen Genre, Modus und Volumen ferngesteuert werden, und in allen zweifelhaften Lebenslagen ist Amazon’s „Alexa“ eine allgegenwärtige, treue Ansprechpartnerin. Auch wenn Argumente der unfreiwilligen Überwachung natürlich plausibel (und beizeiten unheimlich) wirken, so überwiegen für viele Nutzer die Vorteile der vereinfachten Gewohnheiten, des intelligenten Organisationssystems und der persönlichen Sicherheit.

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