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Elektrofachbetrieb für Gebäudetechnik Was passiert in anderen Branchen?

Interview mit Leon Eberling
von Elisabeth Wiesler

Eli: Wie beeinflusst die derzeitige Lage Eurer Geschäft?

Leon: Natürlich sind die Auswirkungen der aktuellen Situation auch bei uns als mittelständischer Handwerksbetrieb zu spüren. Im Gegensatz zu anderen Wirtschaftssektoren können wir uns jedoch im Baugewerbe aktuell noch vergleichsweise glücklich schätzen. Beim Großteil der Bautellen können die Arbeiten – wenn auch vereinzelt mit kurzen Unterbrechungen – fortgeführt werden. Dennoch spürt man im Arbeitsalltag eine Veränderung durch vorbeugende Maßnahmen. Die Büroangestellten befinden sich zum Teil im Homeoffice und wechseln sich damit wöchentlich ab, um auch im Fall einer Infizierung möglichst den Betrieb aufrecht erhalten zu können. Das sorgt für eine neuer Art des Arbeitens sowie der digitalen Kommunikation. Auf den Baustellen wird maximal in Zweierteams und mit Schutzmasken gearbeitet. Das innerbetriebliche Krisenmanagement, insbesondere die Personalplanung, spielt in Zeiten wie dieser eine enorm wichtige Rolle, da zum Teil sehr kurzfristige Versetzungen auf andere Baustellen nötig sind. Insgesamt ist die Auftragslage aber aktuell gut, so dass bis jetzt niemand in Kurzarbeit geschickt werden musste.

Eli: Wie reagieren Eure Kunden auf die Lage?

Leon: Sehr unterschiedlich. Privatkunden sind eher vorsichtig und verschieben die Termine bzw. sagen auch Termine ab. Der Großteil unserer Kunden sind jedoch Gewerbekunden wie z.B. Rechenzentren, Krankenhäuer, Autohäuser, Schulen oder diverse Eigentümer von großen Büroflächen. In diesen Bereichen sorgen Kunden durch strengere Hygieneauflagen und diverse Schutzmaßnahmen größtenteils dafür, dass die Arbeiten fortgeführt werden können. Jedoch kommt es vor, dass einige Baustellen für kurze Zeit geschlossen werden, beispielweise wenn ein Verdachtsfall aufgereten ist. Während sich einige Arbeiten somit situationsbedingt nach hinten verschieben, gibt es andere Arbeiten, die dafür sehr kurzfristig ausgeführt werden können. So kommt es zum Beispiel vor, dass einige Kunden die Zeit der leeren Büros nutzen um kurzfristige Sanierungsarbeiten auszuführen. Insgesamt sind die Kunden sehr kooperativ und versuchen größtenteils die Fortsetzung unserer Arbeiten zu ermöglichen.

Interview mit Leon Eberling, Projektleiter eMobility bei der Elektro Ehinger GmbH

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