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Wer viel und hart arbeitet, ist auch erfolgreich und angesehen. Dass diese Behauptung eher aus einer früheren Zeit stammt, erfahren Sie hier.

Text von Korbinian Gandl,
Bild von Max Rovensky

Work Hard – Play Hard. Muss das sein?

Von gestern

Wer zu viel arbeitet, der hat zu wenig Zeit für Privates. Eine logische Schlussfolgerung, doch erst seit kurzer Zeit werden sich arbeitende Menschen dessen wieder bewusst. Doch wann wird aus viel eigentlich zu viel? Vor allem in Start-ups sowie in der Tech- und Beraterbranche befinden sich die durchschnittlichen Arbeitszeiten weit jenseits der regulären 37-40 Arbeitsstunden pro Woche. Gerade Unternehmensberater oder junge Gründer kommen nicht selten auf 60 bis 80 Wochenstunden und bearbeiten E-Mails auch am Wochenende oder auch zu eher ungewöhnlichen Bürozeiten. Denn schließlich kommen berufliche E-Mails auch direkt auf dem privaten Mobilgerät an und können somit umgehend bearbeitet werden. Vor allem am Anfang einer Karriere stehen viele Gründer bzw. Mitarbeiter unter einem – teilweise selbstauferlegtem – Druck, beweisen zu müssen, dass sie rund um die Uhr für ihre Idee oder das Erreichen des nächsten Karrierelevels im Einsatz sind. Ihr Motto: „Work Hard – Play Hard!“

Dont’s

Womöglich hat sich jeder schon einmal dabei ertappt, wie er Kollegen von den Überstunden oder Meetings am Wochenende erzählt hat. Oft driften diese Berichte dabei in eine Art Angeberei ab, angereichert mit Aussagen wie „Wer feiern gehen kann, kann auch arbeiten“, „Man kann auch krank arbeiten“ oder etwa „Klar arbeite ich auch im Urlaub!“. Dass dabei mitunter Kollegen verunsichert werden, die nach anderen Prinzipien vorgehen, ist ein Aspekt, der bei der Berichterstattung häufig nicht hinterfragt wird. Letztlich bleibt die Gestaltung der Arbeitszeit im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten bzw. Vorgaben jedem selbst überlassen, die konkrete Handhabung sollte jedoch nie mit dem Hintergrund kommuniziert werden, in Konkurrenz mit den Kollegen zu treten. Das kann mitunter für kurzen Ansporn sorgen, führt in den meisten Fällen aber eher zu großem Druck und daraus resultierend zu Überlastungssymptomen.

Work Hard – Live Well

Das Motto „Work Hard – Play Hard“ erscheint daher schon längst nicht mehr zeitgemäß. Denn nur wer ein gesundes Leben hat, für sich selbst, seine Freunde und Familie Zeit einräumt, schafft es auch langfristig überzeugend im Job zu performen. Je mehr Zeit man sich für Sport, für Muße und für Dinge nimmt, die absolut nichts mit dem professionellen Schaffen zu tun haben, umso mehr kann man in der Position des Arbeitenden wieder zu mehr Performance, Glück und Wachstum kommen. Es ist somit an der Zeit, dass Berichte über den Arbeitsalltag weniger von doppelten Arbeitsstunden, sondern vielmehr von Aktivitäten und Maßnahmen handeln, die die eigene Produktivität fördern.

Und vielleicht kommen die Erfolge dieses Ansatzes dann auch bei denen an, die momentan noch im Work Hard – Play Hard-Modus performen.

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