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NEWS So kritisch sind die Baustoffengpässe wirklich

von Christiane Knoll

So kritisch sind die Baustoffengpässe wirklich

Die großen Baustoffengpässe lassen laut einer ifo-Umfrage leicht nach. Experten vermuten zwar, dass sich der Markt in der zweiten Jahreshälfte etwas entspannt, eine Entwarnung kann jedoch nicht gegeben werden. Zu den bestehenden Engpässen bundesweit ist die Situation in den Flutgebieten besonders kritisch.

Der Baustoffmangel hat sich im August etwas abgeschwächt. Litten im Juni noch 48,8 Prozent der Unternehmen im Hochbau an Materialknappheit, sind es im Juli 42,2 Prozent. Auch im Tiefbau entspannt sich die Situation etwas: 33,9 Prozent im Juni vs. 33,9 Prozent im Juli.

Ein besonderes Augenmerk muss auf die von der Flut betroffenen Gebieten gelegt werden. Insbesondere in Nordrhein-Westfallen verschärften sich die Baustoff-Engpässe erneut. Der Anteil der betroffenen Unternehmen liegt hier merklich über dem deutschen Durchschnitt.

Wie kam es zu den Baustoff- und Lieferengpässen?

Viele Bauherren fragen sich, wie konnte es zu dieser Baustoffknappheit und zu den langen Lieferzeiten kommen. Denn seit Jahresbeginn sind deutliche Preissteigerungen und Lieferengpässe vor allem bei Stahl, Bitumen, Holz, Kupfer und Bauchemie zu verzeichnen. Grund dafür ist hauptsächlich unsere derzeitige Corona Situation. Aufgrund der Pandemie haben die Hersteller weniger produziert und können jetzt die benötigten Stückzahlen nur langsam liefern.

Auch die wider anziehende Nachfrage in einzelnen Wirtschaftszweigen und Regionen wie den USA und Asien hat die Engpässe befeuert. Des Weiteren wurden Lieferketten durch Hafensperrungen (z. B. in China) unterbrochen. Manche können sich vielleicht noch an den Vorfall, mit dem im Suezkanal stecken gebliebenen, vollgeladenen Frachtschiff erinnern, was auch nicht gerade zum Positiven an dieser Situation beigetragen hat. Zusätzlich herrscht Containermangel.

Folgen und Ausblicke

All das hat zur Folge, dass die Preise der Baustoffe nahezu explodieren. Wenn man die Preise von Mai 2020 mit denen vom Mai in diesem Jahr vergleicht, sind die Kosten für beispielsweise Konstruktionsvollholz 83 Prozent gestiegen. Bei Dachlatten sind die Preise um 46 Prozent und bei Bauholz um 38 Prozent in die Höhe gegangen.

Aktuell leiden die Betriebe in erster Linie noch unter den Preissteigerungen, da die Kunden meist langfristige Verträge bereits vor der Materialknappheit unterschrieben haben und somit die Konditionen nicht während der Vertragslaufzeit einfach angepasst oder verändert werden können.

Daher müssen sich die Betriebe anderweitig um Einsparungen kümmern und der Weg dahin ist meist die Kurzarbeit, obwohl sich die Unternehmen vor Aufträgen kaum retten können und die Neubauprojekte nicht ausbleiben. Langfristig gesehen werden sich die Bauherren daher einer allgemeinen Kostensteigerung nicht entziehen können. Insbesondere im Hochbau treibt der Baustoffengpass die Baupreise in die Höhe. Beinahe jede zweite Firma im Hochbau plane zudem bald weitere Erhöhungen. Auch im Tiefbau sind Preissteigerungen geplant, wenn auch deutlich seltener.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Man kann davon ausgegangen, dass sich Angebot und Nachfrage wieder einpendelt. Kenner gehen davon aus, dass der Markt wieder ein Gleichgewicht finden und sich die Lieferproblematik in der zweiten Jahreshälfte etwas entspannen wird. Die Preise werden voraussichtlich weiter hoch bleiben.

Spezialisten Tipp: Planen Sie daher immer einen großzügigen Puffer in ihrer aktuellen Baufinanzierung ein!

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