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Sanieren oder Neubau

Bild von Architecture

Sanieren oder Neubau

Sanierung oder Neubau?

Der Besitz von Wohneigentum wird in Deutschland sehr großgeschrieben. Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg zur Zeit des Wirtschaftswunders schossen neue Häuser wie Pilze aus dem Boden. Die Wirtschaft brummte, es gab so gut wie keine Arbeitslosigkeit und die Einkommen waren für die damalige Zeit gut. Viele dieser in den 1950er und 1960er Jahren erbauten Häuser stehen heute noch und werden von nachfolgenden Generationen bewohnt. Nicht immer wurden Investitionen im erforderlichen Ausmaß getätigt, sodass viele dieser alten Objekte entsprechend sanierungs- oder zumindest renovierungsbedürftig sind. Auch seitens der Politik ist es im Sinne der Nachhaltigkeit und der Bekämpfung des Flächenfraßes erwünscht, dass bereits bestehende Objekte weiter genutzt werden. Daher kann es durchaus sein, dass künftig weniger Neubaugebiete ausgewiesen werden. Gerade in Ballungsräumen kommt damit der Sanierung von Altobjekten wieder eine höhere Bedeutung zu.

Sanierung oder Renovierung?

Im Vergleich zu einer Renovierung, bei der ein eigentlich bewohnbares Haus schlicht und einfach nur verschönert und den eigenen Vorstellungen angepasst wird, liegen bei einer Sanierung teilweise erhebliche Mängel oder Schäden vor. Dies können beispielsweise ein undichtes Dach, Feuchtigkeitsschäden im Keller oder ein marodes Leitungssystem sein. In der Regel müssen Sanierungen von Fachleuten durchgeführt werden und sind daher meist erheblich kostspieliger als Renovierungen oder Modernisierungen. Fast immer sind dafür sogenannte Sanierungskredite erforderlich. Im Grunde geht es bei einer Sanierung darum, das Haus wieder bewohnbar zu machen. Summen von 50.000 bis 100.000 Euro sind bei besonders alten oder heruntergekommenen Objekten keine Seltenheit. In Extremfällen kann es auch sein, dass eine Sanierung aufgrund der zu erwartenden Kosten überhaupt keinen Sinn mehr ergibt. Im Zweifelsfall sollte hierfür ein Bausachverständiger zurate gezogen werden, der den Zustand des Objekts richtig einschätzen kann.

Problemfall Denkmalschutz

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Objekte unter Denkmalschutz stehen. Dies betrifft vorrangig alte Bauernhäuser oder besondere Fachwerkhäuser in Stadtzentren. In diesen Fällen kann es sein, dass Sanierungsmaßnahmen entweder gar nicht oder nur von Spezialfirmen unter sehr strengen Auflagen durchgeführt werden dürfen. Vor dem Erwerb eines solchen Gebäudes sollte daher unbedingt in enger Abstimmung mit dem Denkmalamt geklärt werden, ob die beabsichtigten Baumaßnahmen überhaupt durchgeführt werden dürfen – und falls ja, mit welchen Kosten zu rechnen ist.

Förderkredite nutzen

Unter bestimmten Voraussetzungen sind staatlich geförderte Kredite für Sanierungsmaßnahmen möglich. Wenn diese die Energieeffizienz des Objekts verbessern und damit bestimmte energetische Voraussetzungen erfüllen, sind neben besonders zinsgünstigen Krediten sogar Zuschüsse bis zu gewissen Betragsgrenzen möglich. In Zusammenarbeit mit der KfW bieten Banken und Sparkassen dementsprechende Finanzierungskonzepte an. Ein Beratungsgespräch ist hier unersetzlich, da die Thematik sehr vielschichtig ist und bei fehlender Kenntnis aller Möglichkeiten häufig Geld verschenkt wird. Es ist vor einer Sanierung daher zu prüfen, ob diese Maßnahmen auch entsprechend energieeffizient durchgeführt werden können, um die angebotenen Fördermaßnahmen zu nutzen. Auch die Einbeziehung eines Energieberaters kann hier hilfreich sein.

Fazit

Der Kauf und die Sanierung eines bestehenden Objekts kann durchaus eine sinnvolle Alternative zu einem Neubau sein. Zwar wird es immer gewisse Einschränkungen geben, wenn das Haus nicht völlig nach Wunsch gestaltet werden kann, dafür ist der Charme von älteren Objekten und häufig auch eine gute Lage für viele eine ausreichende Entschädigung hierfür. Inwieweit es wirtschaftlich sinnvoll ist, sollte aber vorab immer mithilfe von Experten genau geprüft werden.

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