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Trends 2021

Von Joachim Leuther & Martin Amberg
Bild von Alex Wong

Was erwartet uns dieses Jahr? Wir haben die Neuerungen, Trends und Entwicklungen einmal zusammengefasst:

Das ist neu 2021

Die Maklerkosten werden geteilt

Am 23.12.2020 trat das „Gesetz zur Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser” in Kraft. Dies besagt, dass bei Beauftragung des Maklers durch den Verkäufer der Käufer der zu erwerbenden Immobilie höchstens 50 % der Courtage bezahlen muss.
Zudem ist der Maklervertrag jetzt zwingend in Textform notwendig, welches die Vermittlung von Kaufverträgen nicht nur rechtssicher, sondern auch transparenter macht. Der Vertrag ist auch in Form einer E-Mail möglich, eine mündliche Absprache ist nicht mehr ausreichend. Mehr dazu finden Sie hier.

 

Neues Wohneigentumsgesetz

Zum 01.12.2020 trat ebenfalls eine Neuerung des Wohneigentumsgesetztes (WEG) von 1951 in Kraft. Sie dient insbesondere der effizienteren Wohneigentümerverwaltung und zur rechtlichen Erleichterung baulicher Veränderungen wie z.B. für energetische oder barrierefreie Umbauten. Das bedeutet unter anderem, dass von nun an bauliche Änderungen mit einfacher Mehrheit entschieden werden können. Alle weiteren wichtigen Änderungen findet Ihr hier.

Erhöhung der Wohnungsbauprämie

Die Wohnungsbauprämie dient dazu, mehr Menschen die Möglichkeit auf ein Eigenheim oder eine Modernisierung zu geben. Denn durch die Prämie fördert der Staat den Aufbau von Eigenkapital. Ab diesem Jahr wurden die Einkommensgrenzen angehoben. Das heißt, bis zu einem Bruttojahreseinkommen von 70.000 € für Verheiratete und 35.000 € für Alleinstehende gibt es die staatliche Wohnungsbauprämie. Die maximal geförderte Sparleistung liegt bei 1.400 € für Ehepaare und bei 700 € für Ledige. Dadurch erhalten deutlich mehr Sparer die staatliche Förderung und können ihren Traum von den eigenen vier Wänden ermöglichen.

 

Das bleibt noch ein bisschen

Baukindergeld verlängert bis 31.03.2021

Die Beantragung des Baukindergeldes ist noch bis 31.03.2021 bei der KfW möglich. Pro Kind unter 18 Jahren gibt es einen Zuschuss von 1.200 € pro Jahr. Dies gilt für bis zu zehn Jahre, sofern das Kind nicht die Volljährigkeit erreicht. Voraussetzungen für das Baukindergeld sind außerdem ein notariell geschlossener Kaufvertrag oder eine Baugenehmigung bis zum 31.03.2021. Zusätzlich darf das maximale Haushaltseinkommen bei einem Kind maximal 90.000 € pro Jahr liegen, für jedes weitere Kind erhöht sich diese Grenze um 15.000 €.

 

Das erwartet uns 2021

Die Preisentwicklung im Neubau

Trotz Corona steigen wie in den vergangenen Jahren die Baulandpreise weiter an. Der Trend geht hin zum Land bzw. Umland und somit raus aus der Stadt. Vor allem durch Homeoffice-Möglichkeiten wird das Eigenheim auf dem Land immer attraktiver. Die Menschen ziehen oftmals einen eigenen Garten oder die Option auf ein Arbeitszimmer in den eigenen vier Wänden dem kurzen Weg zur Arbeit vor. Außerdem geht der Trend hin zum Einfamilienhaus, denn in ländlicheren Gegenden bekommt man meist mehr Fläche für das gleiche Geld und die Attraktivität einer Eigentumswohnung in der Stadt rückt in den Hintergrund. Zusätzlicher Vorteil bei einem Neubau: erneuerbare Energien. Wer bei der Heizung von Anfang an auf Nachhaltigkeit setzt und dadurch unabhängig von fossilen Brennstoffen wie Öl oder Gas ist, muss nicht mit steigenden Preisen aufgrund der CO2-Abgaben rechnen.

Wo sich kaufen lohnt

Der Preisanstieg in den größten deutschen Städten hat sich zwar etwas verlangsamt, jedoch ist keine Trendwende absehbar. Eigennutzer von Immobilien zieht es immer mehr in Wohnanlagen mit geschlossener Infrastruktur und somit zur „Stadt in der Stadt“ mit eigenem Kindergarten, Schulen und Einkaufsmöglichkeiten. Kapitalanleger hingegen setzen auf Immobilien in größeren Städten im Umkreis von Metropolen wie z.B. Fürth bei Nürnberg oder Lüneburg bei Hamburg, denn hier ist noch eine überdurchschnittliche Rendite möglich.
Unser Tipp: Seit diesem Monat wird auf fossile Energieträger eine CO2-Abgabe erhoben. Daher lohnt es sich vor dem Immobilienkauf den Energieausweis immer gründlich zu prüfen und gegebenenfalls gleich eine Sanierung mit einplanen.

 

Deutschland im Vergleich

Die Eigentumsquoten in Deutschland steigen an. Aktuell leben jedoch nur etwa 42 % der Deutschen in den eigenen vier Wänden, 58 % sind Mieterhaushalte. In anderen Ländern Europas sind die Eigentumsquoten deutlich höher. Jedoch könnte durch den ständigen Mietanstieg in den Metropolen bei gleichzeitig größerer Unabhängigkeit dieser Ballungsgebiete z.B. durch Homeoffice und der starken Nachfrage der Banken nach Kunden bei Niedrigzinsen, die Nachfrage nach Eigentum steigen.

Bank vs. Vermittler

Darlehensvermittler mit einer eigenen Marke gewinnen Marktanteile von Filialbanken. Dies liegt vor allem daran, dass Kunden Vertrauen in eine Person oder Marke haben möchten und dabei einen schnellen und zeitlich flexiblen Service erwarten. Außerdem erwarten sie eine persönliche, telefonische oder Online-Beratung, welche unabhängig ist und dem Kunden die größtmögliche Auswahl des Marktes gibt. Viele Darlehensvermittler, gerade wenn sie innerhalb einer stabilen Marke auftreten, liefern innerhalb der Kriterien perfekt ab und gewinnen zunehmend Marktanteile. Der Lockdown hat dies noch einmal verdeutlicht, als es darum ging, schnell und flexibel Prozesse zu Gunsten der Kunden zu verändern.

 

Und wie geht es weiter mit den Baugeld-Zinsen?

2020 sind die Zinsen nur in geringem Maß gestiegen. Dabei war der stärkste Anstieg bei kurzfristigen Darlehen mit z.B. 5-jähriger Zinsbindung zu verzeichnen. Zuletzt blieb die EZB bei Ihrer expansiven Geldpolitik und nahm keine Anpassung des Leitzinses vor. Experten erwarten, dass der Leitzins auch 2021 weiterhin bei null Prozent bleiben wird. Eine moderate Erhöhung der Baugeld-Zinsen ist hingegen aufgrund z.B. steigender Kosten bei den Banken nicht auszuschließen und auch eine grundsätzliche Veränderung im Risiko-Pricing denkbar. Aber Achtung: Bereits ein um 0,25 % teurerer Zinssatz bei einer 10-jährigen Zinsbindung würde aufgrund des aktuellen Zinsniveaus eine Erhöhung um 30 % darstellen. Insgesamt bleibt das Zinsniveau damit im Vergleich der letzten zehn Jahre aber nach wie vor historisch niedrig.

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