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Gute Kritik und exzellentes Krisenmanagement sind für jedes gesunde Unternehmen überlebenswichtig.

von Sonja Steppan, Bild von Bacila Vlad

Kritik und Krisenmanagement (inkl. Streisand-Effekt)

Seinen auffälligen Titel gewann der Effekt durch die US-Schauspielerin Barbra Streisand persönlich, die einen Fotografen aufforderte, Luftaufnahmen von ihrem Anwesen aus dem Netz zu entfernen. Dadurch machte sie allerdings erst recht auf die Bilder aufmerksam – und die geballte Medienaufmerksamkeit war ihr sicher. Als „Streisand-Effekt“ wird seither das Phänomen bezeichnet, wonach der Versuch, eine unliebsame Information zu unterdrücken, große Aufmerksamkeit nach sich zieht und exakt das Gegenteil erzielt – nämlich, dass die spezifische Information noch „heißer“ gehandelt wird. Wie umgehen Sie mögliche Online-Auseinandersetzungen, die Ihnen langfristig Schaden zufügen könnten?

Wie können Sie im Zeitalter der Sozialen Medien mit Kritik umgehen?

Besonders im Internet gilt es zwischen zwei Arten von Kritik zu unterscheiden: Destruktive Kritik, die bestenfalls charmant abgeblockt wird, um nicht noch weiter Öl ins Feuer gießen, und konstruktive Kritik, die enorm wichtig ist für eine demokratische, faire und transparente Diskussionskultur. Die Unterscheidung und den Umgang mit diesen beiden Typen kann man lernen und stetig verbessern. 

Zwischen destruktiver und konstruktiver Kritik unterscheiden

Destruktive Kritik erkennen Sie als Äußerungen, die

negativ bewerten und Sie verurteilen,
persönlich werden oder unter die Gürtellinie zielen,
unsachgemäß, pauschalisiert und irrational formuliert sind,
emotional und demotivierend wirken sollen.

Sie haben sicherlich ein Gespür dafür: Wenn der Gesprächston unterirdisch wird, hilft nur noch, die jeweilige Person zu blocken. Unter Umständen können Sie negative Beiträge oder Kommentare, die Ihnen schaden, bedenkenlos löschen.

Konstruktive Kritik, von Menschen die Ihnen wohlgesonnen sind und Ihnen helfen möchten, ist meist

sachlich und faktisch,
nüchtern und objektiv, ohne dabei Emotionen in den Vordergrund zu stellen,
basierend auf Tatsachen und konkretem Verhalten,
motivierend und zugleich lösungsorientiert.

Letztere sollen Sie durchaus ernst nehmen, denn konstruktive Kritik kann nicht nur Ihren Inhalten oder Ihrem Business helfen, sondern kommt in der Regel von Menschen, die Sie für Ihre Beweggründe gewinnen können. Doch sobald ein Gespräch zu kippen droht und Sie eine friedliche Auseinandersetzung für unwahrscheinlich halten, dann reagieren Sie besonnen: Am besten unterbrechen Sie den Gesprächsfaden mit einem finalen, rationalen Statement und steigen Sie aus dem Schlagabtausch aus.

Zwischen persönlicher Nutzung und beruflich-professionellem Auftreten

Das Internet ist mittlerweile weder aus dem Privatleben noch beruflichen Alltag wegzudenken. Digitale Formate und soziale Medien stehen nicht nur in der Gefahr einen gewissen Kontrollverlust über Informationen und Inhalte nach sich zu ziehen. In den sozialen Medien, besonders auf Twitter oder Facebook, ist eine klare Trennung zwischen beruflicher und privater Sphäre kaum möglich. Spätestens dann, wenn Anfragen von Mitarbeitern, Geschäftspartnern, Kunden oder dem Chef gestellt werden, muss man seine Werte mit beruflichen Interessen vereinbaren können. Wer also Konflikten aus dem Weg gehen will, versucht bestenfalls, auf private Veröffentlichungen zu verzichten und die jeweiligen Profile ausschließlich für den Job zu nutzen. Besonders als Berater, der als nahbare, authentische Figur auftreten möchte, kann das durchaus Sinn machen.

Privates und Berufliches konsequent trennen – geht das überhaupt?

Übrigens: Xing oder LinkedIn sind in ihrem Kern zwar als Business-Netzwerke konzipiert, doch Studien zufolge tauschen sich etwa 25% der Nutzer dennoch privat aus. Um konsequent Posts bezüglich Beruf und Privatleben zu trennen, helfen am Ende nur separate Profile, die in den Kontakten dann jeweils Businesspartner oder die eigenen Kinder, Cousinen und Nachbarn auflisten – vielleicht eine Facebook-Seite, auf der Sie Fachartikel teilen und ein persönlicher Instagram-Account für Familien- und Urlaubsbilder, der privat geschalten ist und einen unkenntlichen Namen trägt.

Sie können diese Trennung zusätzlich erleichtern, indem Sie die beruflichen Accounts wie andere Tagesordnungspunkte behandeln und sich jeden Morgen fragen: „Welche beruflichen Aufgaben möchte ich heute abarbeiten? Welche Kontakte sollte ich pflegen? Wo spielen die Sozialen Medien eine Rolle?“ Haben Sie diese Aufgaben erledigt und abgehakt, können Sie sich in der Freizeit Ihrer privaten Rolle widmen. Wenn es Ihnen auf diese Weise gelingt, das Networking konsequent zu definieren und als tägliche Aufgabe zu erledigen, ist es in der Regel leichter vom Privatleben zu trennen. Viele potentielle Kritiker, die eingangs beschrieben wurden, haben so möglicherweise gar nicht erst Zugriff oder Angriffsfläche.

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